Unternehmen: BBI auch für kleine Unternehmen lukrativ

HPT Peter Köbke
Peter Köbke Mitinhaber und Geschäftsführer der Firma HPT Elektro  Foto: W. Döll

Der neue Großflughafen Berlin-Brandenburg International in Schönefeld bietet auch kleinen Firmen aus der Region reizvolle Arbeitsmöglichkeiten.

Vor großen Aufgaben hat Peter Köbke keine Angst. Der Mitinhaber der Elektrofirma HPT aus Ahrensfelde bei Berlin strotzt geradezu vor Selbstbewusstsein. „Wir haben auch in Schönefeld unsere Flagge gesetzt“, sagt der Stromexperte. „Der Auftrag ist logistisch schwierig, aber wir werden auch diese Aufgabe meistern.“ Arbeit gibt es in Schönefeld auch für kleine Firmen aus der Region. Der Weg zu den Aufträgen führt aber zumeist nur über starke Partner.

Im Juli 2006 wurden einige Bauleistungen für Schönefeld ausgeschrieben. Eine Arbeitsgemeinschaft aus vier großen Baufirmen erhielt schließlich im November einen Großauftrag. Die Elektrofirma HPT übernimmt für diese Arbeitsgemeinschaft die Stromversorgung von zwei Baustellenbereichen. „Wir sorgen dafür, dass der Strom vom Eon-Edis-Netz auch an den einzelnen Baufeldern ankommt“, erklärt Peter Köbke. Dafür wurde eine Mittelspannungsversorgung mit verschiedenen Trafostationen zur Verteilung des Baustroms aufgebaut. HPT ist so auf dem Gelände des Großflughafens am Bau des Containerbereiches und des Tunnels für die Bahnlinie beteiligt.

Marktführer bei der Baustromversorgung

„43 Monate sind wir dort vertraglich im Einsatz“, erzählt der Firmenchef. Zuerst müssen seine Mitarbeiter die Stromversorgung aufbauen, später kommen sie nur noch zur Wartung und Instandhaltung auf die Großbaustelle. „Der Auftrag versüßt unserer Firma das Leben, aber wir wären auch ohne ihn nicht unter gegangen“, sagt Peter Köbke selbstbewusst. Die kleine Firma HPT mit ihren 20 Mitarbeitern gehört bei der Baustromversorgung zu den Marktführern in Berlin und dem näheren Umland. Das Unternehmen war und ist am neuen Berliner Hauptbahnhof, am Fernbahntunnel, im  Regierungsviertel, am Tiergartentunnel und bei vielen anderen Großprojekten im Einsatz. „Qualität und Preis stimmen offensichtlich, sonst würden uns unsere Partner nicht immer wieder anfordern.“

Die Firma hat sich inzwischen auf solche Großbaustellen spezialisiert. Dort arbeiten sie die Aufträge ihrer Kunden ab oder entwickeln auch selbst Konzepte für die Stromversorgung. „Wir berechnen und planen die Baustromnetze, richten sie ein und nehmen auch die Verbindung zum jeweiligen Energieversorger auf“, sagt Peter Köbke. Genau an der Grenze zwischen Berlin und Brandenburg befindet sich der Firmensitz von HPT. Vom Ahrensfelder Ortsteil Eiche aus agiert das Unternehmen aber schon lange nicht mehr nur in diesen beiden Bundesländern. Auch in Hamburg, Frankfurt am Main und in anderen westdeutschen Großstädten versorgen inzwischen Anlagen von HPT Baustellen mit Strom.

alt Wilko Döll

Kommentare

Sammlung erfolgreicher Beispiele mit Aufträgen vom BBI an kleine Unternehmen von Jankowsky [21. Februar 2007, 12:47:12 Uhr]
Der Artikel zeigt schön, dass es möglich ist, Aufträge vom Großprojekt BBI abzuwickeln. Ich möchte diesen Artikel als Ausgangspunkt nehmen und auch andere Unternehmen aufzurufen uns Ihre positiven und negativen Erfahrungen mit den Aufträgen vom BBI kurz mitzuteilen.
Vielen Dank
Jens Jankowsky
jankowsky@ihk-ffo.de
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