Europäische Doppelstadt Frankfurt (Oder) - Slubice Foto: W. Döll
Von Januar bis Oktober 2006 wurden in den Herbergen der Oderstadt 96.120 Übernachtungen gebucht.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Anstieg von 20 Prozent. Das hat der Tourismusverein Frankfurt (Oder) mitgeteilt. Das erhöhte Besucheraufkommen wurde mit einer gezielten Vermarktung des reichhaltigen Kulturangebots erreicht. Außerdem wirbt der Verein mit dem Alleinstellungsmerkmal „Europäische Doppelstadt“ für die Region Frankfurt (Oder) und Slubice. Hotellerie, Gastronomie und der Einzelhandel profitierten besonders von den gestiegenen Besucherzahlen. Ein qualitativ hochwertiger Shoppingtourismus führte zu einer Steigerung des Einzelhandelumsatzes in der Stadt. Der positive Trend setzt sich nach Angaben des Vereins auch bei den Gästeankünften und bei den Stadtführungen fort. Die neuen thematischen Angebote an Stadtführungen erbrachten Rekordzahlen. Dort wurden mehr Interessenten gezählt als im Frankfurter Jubiläumsjahr 2003.Die guten Ergebnisse wurden erreicht, obwohl die Stadt Frankfurt (Oder) den Zuschuss für den Tourismusverein seit 2004 um 43.000 Euro gekürzt hat. Demnächst will die Stadt die Tourismusförderung erneut um die gleiche Summe verringern. „Damit wird dem Tourismus die Lebengrundlage entzogen“, sagte Petra Janke, Geschäftsführerin des Tourismusvereins Frankfurt (Oder).
Auch der Handelsverband Berlin-Brandenburg sprach sich gegen die beabsichtige städtische Kürzung der Mittel für den Tourismus aus. „Die Stadt kann sich aus einer finanziellen und ideellen Wirtschaftsförderung erst dann zurücknehmen, wenn sich die positive Entwicklung aller Marktteilnehmer verselbstständigt“, betont Christine Minkley, Leiterin des Regionalbereiches Ostbrandenburg. Aus ihrer Sich hat aber besonders das Stadtmarketing noch nicht alle Potentiale in Richtung Handel und Tourismus ausgeschöpft. „Hier sollten die Arbeitsebenen intensiviert werden, bevor man über Mittelkürzungen im Bereich Wirtschaftförderung nachdenkt.“
Wilko Döll

