Spaziergänger an den Bad Freienwalder Schanzen Foto: W. Döll
Das nördlichste Wintersportzentrum Deutschlands wird erweitert.
Im Bad Freienwalder Papengrund wurde der Grundstein für eine neue 66-Meter-Sprungschanze gelegt. Das rund 1,2 Millionen Euro teure Projekt wird von der EU gefördert. Der Wintersportverein 1923 steuert einen Eigenanteil von etwa 300.000 Euro bei. Zahlreiche Firmen aus der Region unterstützen das ehrgeizige Projekt. Ende Oktober soll die Schanze mit einem FIS-Weltcup-Springen eingeweiht werden. Die besten Nachwuchsspringer der Welt werden dann die neue Anlage am Papengrund testen.In Bad Freienwalde besitzt der Wintersport eine langjährige Tradition. Schon in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab es in der wald- und hügelreichen Umgebung von Bad Freienwalde Wintersportvergleiche mit internationaler Beteiligung. Damals gab es unter anderem Wettbewerbe im Eishockey, Skispringen und im Langlauf.
Wintersporttradition wird fortgesetzt
Der Wintersportverein 1923 hat diese Tradition wieder belebt und am Stadtrand von Bad Freienwalde in den vergangenen Jahren das nördlichste Wintersportzentrum Deutschlands aufgebaut. Es besitzt bereits drei Sprungschanzen, die Sprünge über 10, 20 und 30 Meter erlauben. Alle Schanzen verfügen über eine Anlaufspur aus Keramik und sind mit Matten belegt. Die Anlagen können somit auch ohne Schnee das ganze Jahr über genutzt werden. Nachwuchsspringer aus Bad Freienwalde und der näheren Umgebung sowie aus Polen nutzen die Schanzen zum Training. Erfolgreiche Wintersportler aus Bad Freienwalde wurden bereits zum Leistungszentrum Wintersport nach Oberhof delegiert.
Seit der Wende hat der Verein mehr als eine Million Euro für den Aufbau des Wintersportzentrums eingesetzt. 20 kleine und mittlere Firmen der Region unterstützen als Sponsoren den WSV Bad Freienwalde.
Wilko Döll

