15.5.2009
Unternehmen: E.ON edis versorgt Großflughafen BBI mit Energie

Manfred Körtgen Matthias Platzeck Bernd Dubberstein Zimmermann
M. Körtgen, M. Platzeck, B. Dubberstein und der Zimmermann schlagen die letzten Nägel ein. Foto: W. Döll.

Für drei Energiezentralen wurde auf dem größten ostdeutschen Infrastrukturprojekt jetzt das Richtfest gefeiert.

„Wir werden gemeinsam mit unseren Partnern die Energiezentralen im nächsten Jahr fertig stellen und von dort aus die Belieferung des Flughafens Berlin Brandenburg International starten“, versprach E.ON edis-Vorstandsvorsitzender Bernd Dubberstein beim Richtfest. 40 Millionen Euro investiert der regionale Energieversorger aus Fürstenwalde in Schönefeld. Mit dem Geld entstehen drei Energiezentralen. Sie werden künftig den Großflughafen mit Wärme, Kälte sowie Strom aus einem Blockheizkraftwerk und Notstrom versorgen. „Hier wird künftig das energetische Herz des größten Infrastrukturprojektes in Ostdeutschland schlagen“, betonte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck. „Dieser Großflughafen wirkt inzwischen wie ein extra Konjunkturprogramm für die Region.“

E.ON edis wird vertraglich mindestens bis zum Jahr 2026 den neuen Airport mit Energie beliefern. Pro Jahr werden 60 Gigawattstunden Strom erzeugt. Mit der Menge könnte eine Stadt von 60000 Einwohnern versorgt werden. Hinzu kommen eine Wärmelieferung von 80 Gigawatt und eine Kälteleistung von 17 Gigawatt. Allein damit könnten 80000 Haushaltsgefriertruhen betrieben werden. Die technische Lösung der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung auf Basis von Erdgas ist besonders wirtschaftlich und umweltschonend. „Wir sind auf dem grünen Weg zu schwarzen Zahlen“, schwärmte Ministerpräsident Platzeck. Er freute sich auch, dass fast 80 Prozent der Bauleistungen für die neuen Energiezentralen von Firmen aus der Region erbracht werden.

E.ON edis begeht zehnjähriges Bestehen

Das Bauvorhaben in Schönefeld ist das größte Investitionsvorhaben der E.ON edis AG Fürstenwalde in diesem Jahr. 1999 ist dieser regionale Energieversorger aus der Fusion von vier Unternehmen entstanden. Vor dem Richtfest zog der Vorstand vor der Presse eine Bilanz der zehnjährigen Arbeit. „Seit Bestehen von E.ON edis haben wir in unserem Netzgebiet rund 1,3 Milliarden Euro investiert und damit für eine sichere Versorgung mit Strom und Erdgas in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gesorgt“, erklärte Vorstandschef Bernd Dubberstein. Mit fast 3000 Mitarbeitern gehört die E.ON edis AG mit ihren Tocherfirmen inzwischen zu den größten Arbeitgebern der Region. Jeder zehnte Mitarbeiter ist ein Auszubildender. „So sichern wir für uns und für Partnerunternehmen den Fachkräftenachwuchs“, sagte Personalvorstand Dr. Andreas Reichel.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von 87,4 Millionen Euro. 2009 aber wird auch für E.ON edis ein schwieriges Jahr  werden. Aus Sicht von Vorstandschef Bernd Dubberstein hat das Jahr mit zwei unterschiedlichen Tendenzen begonnen. „Da war einmal der kalte Winter mit seinem höheren Absatz an Strom und Gas und da ist der rückläufige Stromverbrauch der großen Industrieunternehmen.“ Auch E.ON edis spürt die Krise. Das Unternehmen will deshalb alle geplanten Investitionen erneut prüfen und einige eventuell verschieben. Der Ausbau von BBI ist davon aber nicht betroffen. „Insgesamt aber haben wir einen sehr ehrgeizigen Plan und wollen das Vorjahresergebnis bestätigen“, sagt Dubberstein.

Kommunen profitieren vom wirtschaftlichen Erfolg

E.ON edis hat seinen Hauptsitz in Fürstenwalde und unterhält in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 24 Standorte. „Wir leben in, mit und von der Region“, betont Finanzvorstand Manfred Paasch. In den zehn Jahren des Bestehens hat der Energieversorger Aufträge im Gesamtwert von 1,5 Milliarden Euro an regionale Firmen vergeben. Die Region profitierte auch vom wirtschaftlichen Erfolg von E.ON edis. „Immerhin zahlten wir an die Kommunen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Gewerbesteuern, Konzessionen und Dividenden im Gesamtwert von einer Milliarde Euro.“
eon edis Dr Aandreas Reichel Bernd Dubberstein Manfred Paasch.j
Dr. A. Reichel, B. Dubberstein und M. Paasch verkünden die Zehnjahresbilanz von E.ON edis. Foto: W. Döll

alt Wilko Döll

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.
Um einen neuen Kommentar zu schreiben, können Sie sich als registrierter Benutzer hier einloggen.
Falls Sie noch keinen Login haben, können Sie sich hier registrieren.
Wirtschafts-TV FORUM TV News FORUM Newsletter