Die Oberschule „Philipp Hackert“ bietet ihren Schülern eine ausgezeichnete Berufsorientierung.
„90 Prozent unserer Schulabgänger finden einen Ausbildungsplatz – das ist die bisherige Quote“, sagt Uwe Flöter, Schulleiter der Oberschule „Philipp Hackert“ in Prenzlau. Er wünscht sich, dass diese Zahl so bleibt, räumt aber auch ein, dass es insgesamt schwieriger geworden ist, seit die Prenzlauer Schule nicht mehr Real-, sondern Oberschule ist. „Wir sind zuversichtlich, denn der Bedarf der Unternehmen an Fachkräften wächst“, führt er aus. Das merke die Schule schon jetzt.Unterstützung bei der Berufswahl
In der Prenzlauer Oberschule gibt es viele verschiedene Angebote, die die Schüler bei der Berufswahl unterstützen und auf das Berufsleben vorbereiten: Dazu gehören etwa Schülerbetriebspraktika in der 9. und 10. Klasse und eine Kooperation mit dem Berufsbildungsverein Prenzlau e.V. (BBV). Die Achtklässler mit WAT-Unterricht (Wirtschaft-Arbeit-Technik) besuchen jede Woche für zwei Stunden den BBV in Prenzlau. Dort schnuppern die Jugendlichen in verschiedene Berufsfelder hinein, um einen Eindruck davon zu bekommen, was sie beispielsweise in den Bereichen Holzverarbeitung, Metallbearbeitung und Elektrotechnik erwartet. Wenn die Gelder bewilligt werden, ist für das kommende Schuljahr geplant, dass die Achtklässer für ganze zwei Wochen in den BBV gehen.
Natürlich fehlen auch Betriebsbesichtigungen, die Teilnahme am Zukunftstag für Mädchen und Jungen in Brandenburg und Unterstützung bei der Bewerbung auf der Liste der Angebote zur Berufsorientierung der Hackert-Oberschule nicht. Petra Pfaff, die über den Förderverein der Schule eingestellt ist, kümmert sich an der Prenzlauer Schule neben den Lehrern um das Thema Berufsorientierung. Hierzu zählen Firmenbesuche und Kennenlernfahrten, etwa zum Flughafen Schönefeld, ins Technikmuseum nach Berlin, zu den Unternehmen Enertrag und aleo solar, aber auch zu einer Stralsunder Werft. Teil der Berufsorientierung war für die 9. Klassen auch ein Besuch im Hochseilpark – zur Teamentwicklung.
Für einen Nachmittag in der Woche in den Betrieb
Eine weitere Besonderheit, die es im Rahmen der Berufsorientierung an der Oberschule „Philipp Hackert“ gibt: Die WAT-Schüler der 9. Klassen suchen sich Firmen, in denen sie dann von Oktober bis April jede Woche einen Nachmittag lang mitarbeiten. „In diesem Schuljahr waren das knapp 30 Schüler“, berichtet der Schulleiter. Für die Schüler ist dieses „Nachmittagspraktikum“ wichtig, damit sie genaue Vorstellungen von Ausbildungsberufen bekommen und Unternehmen haben dadurch die Möglichkeit, potenzielle Azubis besser kennen zu lernen. Von dem Praktikum profitieren beide – Schule und Wirtschaft.
Bereits zum 10. Mal fand in diesem Jahr „Der Tag der Berufe“, eine Ausbildungsmesse für die Westuckermark, in der Hackert-Oberschule statt. Das Fazit: 1.200 Besucher informierten sich über Berufsbilder. 40 Unternehmen stellten die verschiedensten Ausbildungsberufe vor, darunter waren viele kleine und mittelständische Betriebe aus der Region, aber auch Bundeswehr und Polizei boten ein umfassendes Angebot.
Langfristige Zusammenarbeit mit Unternehmen der Region
Berufsorientierung bildet einen Eckpunkt für das weitere Leben der Jugendlichen. Die Oberschule „Philipp Hackert“ in Prenzlau hat gute Erfahrungen gemacht, wenn es um die langfristige Zusammenarbeit mit Unternehmen geht. „Und das soll auch so bleiben“, sagt Uwe Flöter. Wichtig ist dem Schulleiter allerdings, dass alle Angebote der Schule zum Thema Berufsorientierung aufeinander abgestimmt und gebündelt sind.
Was Uwe Flöter noch am Herzen liegt: „Die Berufsorientierung beschränkt sich bei uns nicht nur auf die Schüler, auch unsere Lehrer nehmen an den so genannten Berufsorientierungstourneen teil“. Bei diesen Berufsorientierungstourneen – kurz BOT – stehen für die Lehrer Betriebsbesichtigungen in der Region auf dem Programm. Damit die Lehrer wissen, welche Betriebe und Ausbildungsmöglichkeiten es gibt und sie diese ihren Schülern näher bringen können.
Service für Unternehmen
Die Kooperation zwischen Schulen und Unternehmen ist ein Thema, das bei der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg ganz weit oben steht. Als Referent Schule/Wirtschaft bei der IHK kümmert sich Pedro Braun um die verstärkte Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft.
Pedro Braun
Referent Schule/Wirtschaft
Tel.: 0335 5621-1525
E-Mail: braun@ihk-ostbrandenburg.de
Schüler der 9. Klasse trainieren im Hochseilgarten ihre Teamfähigkeit. Foto: P. Pfaff
Sandra Hölscher

