26.02.2007
Unternehmen: „Kälteschock“ bei AWP

AWP Prenzlau
AWP in Prenzlau.  Foto: AWP

Neue Produktionslinie schafft Arbeitsplätze beim Armaturhersteller.

Stabilität und Zukunftssicherheit in Ostbrandenburg - diese beiden Wörter kann sich die AWP Kälte-Klima-Armaturen GmbH, Prenzlau, auf ihre Fahnen schreiben.

Das Unternehmen erweitert mithilfe einer neuen Produktionslinie ihr Sortiment und kann dadurch sechs neue Mitarbeiter einstellen. Bald wird neben der bisherigen Montagelinie von AWP eine weitere in Betrieb genommen. Das Prenzlauer Unternehmen ist Hersteller und Lieferant von Armaturen und komplexen Baugruppen für die Großkältetechnik. Die Kältemittelarmaturen von AWP finden sich wieder in großen industriellen Kühlhäusern, Schlachthöfen, aber auch Eisbahnen und Molkereien. Bereits im September letzten Jahres wurde begonnen, eine neue Produktlinie einer holländischen Marke namens Revalco in die Verarbeitung zu integrieren. Dieser Versuch gilt nun als geglückt. Heute um 14 Uhr wird in Prenzlau die Revalco- Montagelinie durch einen symbolischen Probelauf geschickt und damit feierlich eingeweiht.

Für jeden etwas Passendes

Als Kunden der Firma kommen Anlagenbaubetriebe und Hersteller von Verdichteraggregate für Kälteanlagen in Frage. Unter der Leitung der beiden Führungsköpfe Lars Zimmermann und Thomas Strotkötter ist AWP eines der ostbrandenburgischen Unternehmen, die schon lange über den Tellerrand blicken. Ein Drittel seiner Erzeugnisse exportiert der Betrieb, wobei er es sich zur Aufgabe gemacht hat, insbesondere Osteuropa zu erschließen.  Allein in der Zeit zwischen Gründung der Firma im Jahre 1968 und 1990 sind in der damaligen Sowjetunion 400.000 Ventile zum Einsatz gekommen. „Durch moderne Schweißtechnik sind AWP- Armaturen flexibel, was nicht zuletzt daher kommt, dass wir erfolgreich mit Wissenschaftlern renommierter Institute für Kältetechnik zusammenarbeiten, um unsere Armaturen weiter zu entwickeln“, sagt Strotkötter.

Das 1992 aus dem ehemaligen Armaturenwerk Prenzlau gegründete Unternehmen beschäftigt derzeit 70 Mitarbeiten und stellt jährlich zwei bis drei Lehrlinge ein.

Rosige Aussichten

„Die Firmenphilosophie wird immer stärker daraufausgerichtet, optimale Lösungen für konkrete Wünsche der Kunden anzubieten“, sagt Zimmermann.
Im Mai diesen Jahres soll die vollständige Integration (Einkauf, Produktion, Vertrieb, Buchhaltung) der Revalco- Produktlinie  abgeschlossen sein. Damit dies möglich wird, soll zunächst weiter in den Maschinenpark investiert werden. „Die Produktionserweiterung verspricht für das Unternehmen ein hohes Maß an Stabilität und Zukunftssicherheit“, meint Zimmermann.

alt Katharina Fichtner

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