01.03.2007

Internationale Luft schnuppern

Uwe Hoppe
Uwe Hoppe, Frankfurter Ansprechpartner für das internationale Programm. Foto: Archiv

Netzwerk der europäischen Innovationszentren startet Programm für kleine und mittlere Unternehmen.

„Wir wollen einfach den Wirtschaftsraum erweitern und Potenziale ausschöpfen. Die Sektoren erneuerbare Energien und der Kommunikations- und Informationstechnologie sind Bereiche, in denen es viel zu holen gibt“, sagt Robert Sanders vom European Business and Innovation Centre Network (EBN).

Mit diesem Ziel hat in der BIC Frankfurt (Oder) GmbH jetzt die Auftaktveranstaltung zu einem Europäischen Pilotprojekt stattgefunden. Darin machen es sich die teilnehmenden Partner, unter anderem aus Italien, Slowenien, Polen und Deutschland, zur Aufgabe, die Kooperationen zwischen europäischen Betrieben intensiv zu fördern. Die Akteure stammen sowohl aus den alten als auch aus den neuen Mitgliedsstaaten der EU. Der studierte Linguist und Wirtschaftswissenschaftler Sanders weiß, was es heißt, in globalen Dimensionen zu denken und interkulturelle Hürden zu überwinden. Er hat selbst in England und Frankreich gearbeitet und ist derzeit beim Netzwerk EBN beschäftigt, der Brüssler Organisation der europäischen BIC’s.  

Das Business and Innovation Centre Frankfurt (Oder) möchte zusammen mit anderen Innovationszentren aus verschiedenen Nationen durch ein mehrstufiges Programm Unternehmen aus Ostbrandenburg anregen, internationale Luft zu schnuppern. So werden im ersten Schritt die Bedürfnisse der kleinen und mittelständischen Unternehmen analysiert. Es wird geschaut, ob sie etwa einen neuen Markt erschließen wollen oder nur auf der Suche nach neuen Geschäftspartnern sind. Danach wird eine Art Kommunikationsplattform in Form von diversen Veranstaltungen geboten. Die Mittler der einzelnen europäischen „BIC“ helfen den Unternehmern dabei, sie sicher durch den Dschungel aus Informationen und Sprachbarrieren zu lotsen. Im dritten Schritt wird den Firmen geholfen, immer wieder neue Kunden zu finden und internationale Geschäftsbeziehungen am Laufen zu halten. Zudem gibt es stets die Gelegenheit, sich mit anderen Mittelständlern auszutauschen. Das Programm läuft über zwei Jahre.

Obwohl er noch nicht so vertraut mit der Region ist, hat Robert Sanders in Ostbrandenburg bereits Eindrücke sammeln können. „Viele Unternehmen in der Region haben die richtigen Produkte und die passenden Preise. Das Interesse an einer internationalen Zusammenarbeit ist auch vorhanden. Doch leider fehlt vielen Unternehmern einfach der Mut.“

Genau diesen entscheidenden Schub möchten die Innovationszentren aus zehn teilnehmenden Nationen den Unternehmern geben. Interessenten können sich an das BIC Frankfurt (Oder) wenden.

Kontakt
BIC Frankfurt (Oder) GmbH
Telefon: (0335) 5 57-11 00
E-Mail: uhoppe@bic-ffo.de

alt Katharina Fichtner

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