05.03.2007
Blickpunkt: Bundesregierung und Wirtschaft verlängern Ausbildungspakt

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Startklar für die Ausbildung.  Foto: MEV

Ausbildungspakt um drei Jahre verlängert - erfolgreiche Arbeit wird fortgesetzt.

Bundesregierung und Wirtschaft haben heute in Berlin den Ausbildungspakt für drei Jahre bis 2010 verlängert und fortentwickelt. Sie setzen damit die erfolgreiche Arbeit des 2004 geschlossenen „Nationalen Paktes für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs“ fort. Mit großem Engagement und mit einer neuen Qualität der Zusammenarbeit haben die Paktpartner eine Verbesserung der Ausbildungssituation erreicht.

Enge Zusammenarbeit der Paktpartner wichtig

Auch künftig setzen sich die Paktpartner das Ziel, in enger Zusammenarbeit mit den Ländern allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen jungen Menschen ein Angebot auf Ausbildung oder Qualifizierung zu unterbreiten. Hierzu haben sie erneut zahlreiche Maßnahmen zur Mobilisierung von Ausbildungsplätzen sowie einer zielgenauen Vermittlung in Ausbildung vereinbart. Die Paktpartner machen darüber hinaus deutlich, dass die Verbesserung der Chancen Jugendlicher aber auch eine über diesen Pakt hinausgehende Aufgabe insbesondere der Bildungs-, Familien-, Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Integrationspolitik ist.

Mit dem neuen Ausbildungspakt hat sich der Kreis der Paktpartner erweitert. Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) wird gemeinsam mit den bisherigen Paktpartnern an der Umsetzung der vereinbarten Ziele arbeiten.

Zentrale Vereinbarungen des verlängerten Ausbildungspaktes

Die Wirtschaft erhöht ihre quantitativen Zusagen deutlich: Sie setzt sich das verbindliche Ziel, im Durchschnitt pro Jahr 60.000 neue Ausbildungsplätze einzuwerben. Neu ist die Zusage für jährlich 30.000 neue Ausbildungsbetriebe. Darüber hinaus sagt die Wirtschaft zu, jährlich 40.000 Plätze für die betrieblichen Einstiegsqualifizierungen (EQJ) bereitzustellen.

Die Bundesregierung hat das Sonderprogramm Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ-Programm) von 25.000 auf 40.000 Plätze aufgestockt und die Förderung für die kommenden drei Jahre sichergestellt. Sie unterstützt die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen mit Förderprogrammen wie Jobstarter und dem Bund-Länder- Ausbildungsplatzprogramm Ost. Sie schreibt den Anteil der Ausbildungsplätze in der Bundesverwaltung auf mindestens 7 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten fest.

Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt die Aktivitäten des Paktes neben ihrer Kernaufgabe der Beratung und Vermittlung in Ausbildung mit dem Einsatz ihres Förderinstrumentariums auf hohem Niveau, zusätzlich 7.500 außerbetrieblichen Ausbildungsplätzen einmalig im Herbst 2007 und einer weiteren Schwerpunktsetzung bei präventiven Projekten zur Verbesserung der Ausbildungsreife.

Aktivitäten der IHKs erfolgreich

Die Industrie- und Handelskammern haben mit zahlreichen Aktivitäten dazu beigetragen, die Ausbildungsbasis zu verbreitern. Vor allem durch die direkte Ansprache von Betrieben gelang es, zahlreiche Betriebe neu für die Berufsausbildung zu gewinnen und viele neue Ausbildungsplätze einzuwerben. In vielen Fällen steht hinter dem einzelnen Akquisitionserfolg eine Abfolge von zahlreichen Informations- und Beratungsgesprächen.

Kooperation mit Kultusministerkonferenz

Unzureichende schulische Basiskenntnisse und Schlüsselqualifikationen vieler Schulabgänger bleiben eine bedeutende bildungspolitische Herausforderung. Die Länder müssen daher ihre begonnenen Aktivitäten weiterführen bzw. intensivieren, um die zu hohe Zahl von Schulabgängern ohne Schulabschluss oder ohne ausreichende schulische Basiskenntnisse, personale und soziale Kompetenzen nachhaltig und deutlich zu verringern. Um die allgemein bildenden Schulen hierbei zu unterstützen, haben die Paktpartner und die Kultusministerkonferenz (KMK) 2005 eine intensive Kooperation begonnen. Schwerpunkt der Kooperation ist der Informationsaustausch und die Konkretisierung der verbesserten Zusammenarbeit Schule/Wirtschaft beim Übergang von der Schule in Ausbildung/Beruf.

alt Sandra Hölscher

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