14.12.2009
Menschen: Was sagen die Bürgermeister?

Umfrage unter den (neu) gewählten Bürgermeistern des Kammerbezirkes Ostbrandenburg

Wo setzen Sie in Ihrer Wahlperiode die Schwerpunkte auf dem Gebiet der regionalen Wirtschaft?

 

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Bad Freienwalde

Ralf Lehmann

Jahrgang 1962

Parteilos

Dipl. Ing. (FH)

Bürgermeister seit 1994,

Amtsantritt: 1. Januar 2010

"Das Leitbild der Stadt Bad Freienwalde (Oder) „Historische Kurstadt mit gesundheitstouristischen Angeboten“ bestimmt die Schwerpunktsetzung der städtebaulichen und wirtschaftlichen Entwicklung. Die Realisierung der Tourismusprojekte „Naturerlebnis Märkischer Bergwanderpark“ und „Erhalt des ehemaligen Ringofens  Altglietzen und Umbau zur Schau- und Lehrziegelei“ sowie die noch bessere Vermarktung der touristischen Potentiale der Gesamtregion des Oderbruchs ist das vorrangigste Ziel. Hierzu wird die Bad Freienwalde Tourismus GmbH finanziell gestärkt. Die Entwicklung zusätzlicher Pensionen für Gesundheitstouristen im engeren Kurgebiet ist ebenfalls ein Schwerpunkt.

Mit der Absicherung der Eigenanteile für das Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ wird gewährleistet, dass ca. 1 Million Euro für das örtliche Bauhandwerk zur Sanierung der historischen Altstadt zur Verfügung stehen.  Das ist echte Wirtschaftsförderung! Damit wird gleichzeitig eine weitere Aufwertung der Einkaufsinnenstadt erreicht. Durch die Einrichtung eines City-Managements in Kooperation von Fachhändlern, Fachhandwerkern und der Stadtverwaltung und mit der Umsetzung des Einzelhandelskonzeptes erhält die Innenstadtentwicklung neue Impulse."

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Beeskow

Frank Steffen

Jahrgang 1971

SPD

Dipl. Verwaltungswirt

Amtsantritt: 1. März 2010

"Gerade in Zeiten, in denen wir die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zunehmend spüren, brauchen die Unternehmen, Handwerker und freiberuflich Tätigen besondere Aufmerksamkeit. Hier sind die Arbeits- und Ausbildungsplätze und werden die Steuereinnahmen erwirtschaftet. Nur eine starke örtliche Wirtschaft und solide Finanzen bilden die Voraussetzungen für sozialen Ausgleich und kulturelle Attraktivität.

Deshalb werde ich mich besonders engagieren, für
• die Sicherung vorhandener und die Ansiedlung neuer Betriebe,
• die Flächenvorsorge und Standortplanung,
• Standortmarketing und Imagebildung.

Für mich ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit und Kooperation mit Unternehmen, Behörden, Kammern, Arbeitsverwaltungen und anderen regionalen Wirtschaftsförderungseinrichtungen selbstverständlich. Für die Wirtschafts- und Stadtentwicklung wichtige Projekte können nur gemeinsam realisiert werden."
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Bernau

Hubert Handke

Jahrgang 1952

CDU

Dipl.-Ingenieur

Bürgermeister seit 1994

Amtsantritt: 2. Februar 2010

"Etabliert hat sich Bernau vor allem als Gesundheitsstandort und ist als solcher auch weit über die Kreis- und Landesgrenzen hinaus bekannt. Hier haben das Evangelisch-Freikirchliche Krankenhaus und Herzzentrum Brandenburg, die Brandenburg Klinik, die Hoffnungstaler Anstalten, die Epilepsieklinik „Tabor“ und jetzt auch die Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg ihren Sitz. Den Gesundheitsstandort gilt es weiter zu stärken.

Auf ehemals militärisch genutzten Flächen haben wir Gewerbegebiete entwickelt, auf denen sich bereits zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Gewerbe, Dienstleistungen und Handel angesiedelt haben. Mit B-Plänen haben wir festgelegt, wo die jeweilige Entwicklung hingehen soll. Bestätigt sehe ich unsere Ausrichtung durch zwei Fakten: Zum einen ist unsere Stadt von der Wirtschaftskrise nur wenig betroffen, zum anderen ist die Arbeitslosenquote hier mit derzeit 6,8 Prozent relativ niedrig.

Standortvorteile von Bernau sind die Berlinnähe und die gute Verkehrsanbindung. Wir setzen weiter auf Wachstum durch Zuzug, wollen also den beliebten Wohnstandort Bernau weiter entwickeln.

Die Stadt will den Unternehmen auch künftig ein verlässlicher Partner sein und zusammen mit den städtischen Gesellschaften optimale Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung schaffen. Immerhin stehen im städtischen Haushalt für das kommende Jahr 25 Millionen Euro für Investitionen bereit."

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Eisenhüttenstadt

Dagmar Püschel

Jahrgang 1961

Konrektorin

Amtsantritt: 6. Januar 2010

"Eisenhüttenstadt ist ein traditioneller Industrie-Stahlstandort in Brandenburg. AMEH (EKO) und Stadt sind seit ihrer Gründung vor fast 60 Jahren eng miteinander verknüpft. Die Existenz und Entwicklung vieler weiterer Unternehmen und Arbeitsplätze sind mit dem Schicksal des Werkes verbunden. Mit den Dienstleistungsunternehmen am Standort werde ich einen engen Informationsaustausch pflegen. Der Erhalt von AMEH mit der gesamten Produktionskette ist eine vordergründige Aufgabe, für die ich mich mit ganzer Kraft einsetzen werde. Eisenhüttenstadt braucht eine Wirtschaftsentwicklung, die Wurzeln schlägt - spürbar für alle. Unmittelbare Gestaltungsmöglichkeiten sehe ich in der Erarbeitung und Umsetzung eines Konzepts zur Mittelstandsförderung, das in Kooperation mit den Adressaten erarbeitet wird. Weitere Schwerpunkte sind für mich eine transparente Ausschreibungs- und Vergabepolitik im Interesse der regionalen Wirtschaft sowie eine kommunale Investitionspolitik zur Förderung des Handwerks und des Mittelstandes. Wichtiger Partner für Neuansiedlungen ist und bleibt das Investorcenter Ostbrandenburg (ICOB). Für die Gewinnung von Investoren ist es aber ebenso wichtig kurze Verwaltungswege im Rathaus zu realisieren."

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Prenzlau

Hendrik Sommer

Jahrgang 1970

parteilos

Facharbeiter für Maschinen- und Anlagentechnik und Dipl.- Verwaltungswirt (FH), 

Amtsantritt: 4. Januar 2010

"Die Stadt Prenzlau hat sich zu einem anerkannten Branchenschwerpunktort in den Kompetenzfeldern Energiewirtschaft und -technologie, Metallerzeugung und Metallbearbeitung und -verarbeitung sowie Ernährungswirtschaft entwickelt. Als Bürgermeister sehe ich meine Aufgabe darin, diese Bereiche zu stärken und weiterzuentwickeln. Die Sicherung von Arbeitsplätzen, die Unterstützung und Begleitung von Handwerk und Gewerbe und die weitere Entwicklung Prenzlaus als Stadt der regenerativen Energien sind Chefsache in meiner künftigen Tätigkeit als Bürgermeister. Im Fokus der Arbeit in den kommenden Jahren steht insbesondere die Vorbereitung der Landesgartenschau, die 2013 in Prenzlau stattfindet. Damit verbunden eröffnen sich neue Perspektiven und Chancen für unsere Stadt und die Region.

Denen, die sich für Prenzlau und die Uckermark engagieren, die hier Arbeitsplätze schaffen und daran mitwirken, Wirtschaft zu entwickeln, den Standort attraktiv und lebendig zu gestalten, sage ich meine besondere Hilfe zu. Als Bürgermeister der Stadt Prenzlau werde ich einen steten und vor allem persönlichen Kontakt zur Wirtschaft pflegen und fühle mich persönlich mit dafür verantwortlich, wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen in Sachen Steuern, Abgaben und Gebühren sowie der Infrastruktur zu schaffen.  Darüber hinaus trete ich an gegen eine weitere Abwanderung von jungen Leuten und Fachkräften aus der Region."
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Seelow

Jörg Schröder

Jahrgang 1958

parteilos / für die SPD kandidiert

Angestellter

Amtsantritt: 25. Januar 2010

"Die Kreisstadt Seelow weiter als Mittelzentrum zu entwickeln ist eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre. Viele kleine und mittelständische Unternehmen prägen im ländlichen Raum die Wirtschaft. Sie zu unterstützen sichert stabile Gewerbesteuereinnahmen. Die Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und den Firmen muss aktiver gestaltet werden. Wirtschaftsförderung, der richtige Einsatz von Fördermitteln, neue Existenzgründer, Neuansiedlungen von Unternehmen und der damit verbundenen Schaffung von Arbeitsplätzen sind Themen der Zukunft. Der Sektor Dienstleistungen muss noch mehr auf die Bedürfnisse der Bürger zugeschnitten werden. Gerade für die ältere Generation ist es wichtig, Dienstleistungen auf kürzestem Wege zu erreichen. Seelow als Schulstandort zu erhalten ist eine große Herausforderung aller Bildungsträger unserer Stadt. Neben Investitionen in bestehenden Schulen gilt es, auch inhaltlich mehr Augenmerk auf die Qualität des Unterrichts bis hin zur Betreuung der Schüler in Ganztagsschulen zu legen. Die Vision, 2017 die Landesgartenschau in die Kreisstadt von Märkisch-Oderland zu holen, sollte ein Antriebsmotor für die gesamte Region sein. Freiwillige Zusammenschlüsse von Stadt und Gemeinden, ja auch Ämtern, sollte die Effizienz der Verwaltung erhöhen, mit dem Ziel, dass Märkisch-Oderland durch seine Bürger lebenswerter gestaltet wird."

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Wriezen

Uwe Siebert

Jahrgang 1954

parteilos
Lehrer

Bürgermeister seit 1989
Amtsantritt: 6. Januar 2010

"In der Oderbruch-Hauptstadt Wriezen wird es in den nächsten Jahren darauf ankommen, dass beschlossene Stadtentwicklungskonzept umzusetzen. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die zukünftige Bevölkerungsentwicklung in der Region dar. Wohnungswirtschaft aber auch Handel und Handwerk werden sich darauf einzustellen haben und die Herausforderung im Zusammenwirken mit der Stadt annehmen. Nahversorgungsaufgaben bei Schule und Gesundheit stehen dabei genauso im Mittelpunkt des Handelns, wie die weitere Vitalisierung des Stadtzentrums. Kundenfreundlichkeit, Kompetenz und ein breites Angebot bei gesundem Preis-Leistungsverhältnis sind ebenso gefragt wie ausreichende Parkplätze und ein sauberes und gepflegtes Umfeld. Das geplante Besucherleitsystem wird eine Bereicherung für unseren Standort werden.
Bei zurückhaltender Kaufkraft bedarf es der Anstrengungen aller, sich dem Wettbewerb mit anderen Gemeinden und verändertem Kaufverhalten (Internet) zu stellen und eigene positive Akzente zu setzen. Vorteile nutzen und Reserven aufspüren – JA IM MITEINANDER !"

 

 


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