16.12.2009
Blickpunkt: Strausberg will Energieverbrauch senken

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Die neue Strausberger Touristinformation verbraucht weniger Energie als das alte Gebäude. m Foto: W. Döll.

Pro Jahr möchte die Stadt ein Prozent weniger Energie einsetzen und 1.500 Tonnen CO2 einsparen

„Wir sind eine grüne Stadt und haben uns schon vor Jahren ein grünes Leitbild gegeben“, erklärt Strausbergs Bürgermeister Hans Peter Thierfeld. Deshalb hat die Stadt gemeinsam mit kommunalen Firmen, Energieunternehmen, der Bundeswehr und weiteren Partnern die Initiative „Energie-Effizienz-Region-Strausberg“ gegründet. „Schon heute benötigt Strausberg etwa 25 Prozent weniger Energie als andere Städte unserer Größe“, betont Thierfeld. Trotzdem verbrauchen Einwohner und Unternehmen der Stadt pro Jahr gut 700.000 Megawatt Energie. Außerdem belastet Strausberg die Atmosphäre jährlich mit einem CO2-Ausstoß von 150.000 Tonnen.

Diese Werte sollen demnächst mit Hilfe der Initiative deutlich verringert werden. „Wir wollen bis zum Jahr 2020 den Energieverbrauch pro Jahr um ein Prozent reduzieren und gleichzeitig 1.500 Tonnen CO2 weniger in die Atmosphäre pusten“, verspricht der Bürgermeister. Wie dieses ehrgeizige Ziel erreicht werden kann, wurde im Sommer auf der ersten Energie-Effizienz-Konferenz in Strausberg diskutiert. Damals gab es viele Ideen, jetzt wurden erste Ergebnisse vorgestellt.

Große und kleine Projekte helfen beim Sparen

„Wir können unsere Ziele nur erreichen, wenn viele Bürger und Unternehmen sich um einen effektiveren Energieeinsatz bemühen“, sagt Andreas Gagel, Geschäftsführer der Stadtwerke Strausberg. Sein Unternehmen gehört zu den Motoren der Initiative „Energie-Effizienz-Region-Strausberg“. „Wir werden im nächsten Jahr das Heizwerk Hegermühle in Strausberg auf Kraft-Wärme-Kopplung umstellen und allein damit den CO2-Ausstoß in der Stadt um gut 2.000 Tonnen senken.“ Außerdem wollen die Stadtwerke demnächst eine Photovoltaikanlage auf dem Betriebsgelände errichten und so umweltfreundlich Strom mit Sonnenlicht erzeugen.

In Strausberg werden aber keineswegs nur große Projekte verfolgt. „Wenn eine ganze Stadt den Energieverbrauch senken will, geht es um viele Einzelmaßnahmen“, betont Gagel. So haben die Stadt und die Stadtwerke Strausberg gemeinsam die alte Touristinformation abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Der benötigt nur noch ein Viertel der Energie des alten Gebäudes. In der städtischen Schwimmhalle gelang durch eine Optimierung der Anlagen eine Senkung des Energieverbrauchs um zehn Prozent.

Messe informiert Bürger über Energiesparmöglichkeiten

Strausberg will möglichst viele Bürger in die Energieeinsparung einbeziehen. Deshalb wird im Frühjahr erstmals eine regionale Energiemesse veranstaltet. Sie soll am 8. und 9. Mai viele Besucher auf den Flugplatz der Stadt locken. „Wir wollen mit der Messe Endverbraucher, Bauherren, Vertreter der Wohnungswirtschaft, Energieberater und Handwerker ansprechen“, sagt Michael Schulze, Geschäftsführer der Messe Potsdam. 40 bis 50 Unternehmen und Institutionen aus der Region werden sich auf der Schau präsentieren.

Der Bereich Energie und Haus wird auf der Messe ein Schwerpunkt sein. Dabei werden Energiespargeräte, neue Dämmstofftechniken und Heiztechnologien sowie Passivhäuser vorgestellt. Andere Messebereiche beschäftigen sich mit der Finanzierung und Förderung von Energiesparmaßnahmen und der kommunalen Energieeinsparung. Dort wird es Informationen zur effektiven Straßenbeleuchtung, zur nachhaltigen Wasserver- und Entsorgung und auch zur umweltfreundlichen Abfallbeseitigung geben. „Außerdem wird einen Tag vor Messebeginn die 2. Energie-Effizienz-Konferenz in Strausberg eine nächste Zwischenbilanz unserer Einsparaktivitäten ziehen“, kündigt Strausbergs Bürgermeister Hans Peter Thierfeld an.
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Bürgermeister H. P. Thierfeld und Messe-Geschäftsführer M. Schulze.  Foto: W. Döll.

alt Wilko Döll

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