18.01.2010
Meinungen: "Die Interessen den Mittelstandes vertreten"

Hans-Joachim Karl  Foto: W. Mausolf
Hans-Joachim Karl   Foto: privat

Die Vollversammlungen der IHKs Cottbus und Ostbrandenburg haben am 21. April 2009 eine enge Kooperation mit dem Ziel einer Fusion im Jahr 2012 beschlossen. Die Ziele für den Kooperations- und Fusionsprozess lauten: Regionalisierung, Spezialisierung und Verbesserung der Prozesse. In einer Serie äußern sich Unternehmer zu diesem Prozess. Heute: Hans-Joachim Karl, Geschäftsführer der Computer Zentrum Strausberg GmbH. Er ist Mitglied im Kooperationsausschuss und antwortet auf die Frage, was er dort bewegen will.

Zur Begleitung des beschlossenen Kooperations- und Fusionsprozesses wurde im Sommer 2009 ein Kooperationsausschuss ins Leben gerufen. Dem Ausschuss gehören die Präsidenten und die Hauptgeschäftsführer sowie Unternehmer beider Kammern an.

„In diesen Ausschuss wurde ich als Vertreter der IHK Ostbrandenburg berufen. Die Berufung kam für mich überraschend. Ich habe mich sehr kurzfristig zur ehrenamtlichen Mitarbeit bereiterklärt, weil ich vom Nutzen einer Fusion überzeugt bin. Ich persönlich hätte auch eine einheitliche Wirtschaftskammer für ganz Brandenburg begrüßt bzw. als eine noch bessere Lösung erachtet. Wir müssen jedoch das umsetzen, was die Vollversammlungen beschlossen haben.

Nun geht es darum, den Prozess bestmöglich zu gestalten. Dabei habe ich, als Mann der Datenverarbeitung, ein besonderes Auge auf die EDV-Systeme beider IHKs, die nun zunehmend vereinheitlicht werden. Eine effektive Informationstechnologie ist heutzutage eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Mitgliederbetreuung.

Als Vertreter des typischen brandenburgischen Mittelstandes will ich dessen Interessen im Kooperationsausschuss vertreten. Folgende Positionen sind mir besonders wichtig:

1. Die geplante Fusion muss in erster Linie den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) unserer Kammerbezirke nützen.

2. Den Nutzen sehe ich vor allem in der besseren regionalen Erreichbarkeit der IHK und ihrer Dienstleistungen sowie in neuen, regional wirksamen Angeboten.

3. Bisherige Strukturen und Arbeitsschwerpunkte gehören auf den Prüfstand. Es geht nicht um Besitzstandwahrung. Erhaltenswert ist, was einen nachweisbaren Mitgliedernutzen bringt.

4. Aus beiden Kammern müssen die besten Ideen aufgegriffen und in einer gemeinsamen Kammer fortgeführt werden.

5. Wirtschaft macht nicht an Kammergrenzen halt. Die neue Kammer hat ein Alleinstellungsmerkmal durch die Nähe zu unseren polnischen Nachbarn. Von der zunehmenden wirtschaftliche Verflechtung zwischen Deutschland und Polen, die durch die neue IHK mitzugestalten ist, sollen ihre Mitglieder profitieren.“

Hans-Joachim Karl, Geschäftsführer Computer Zentrum Strausberg GmbH


Service: Bitte beteiligen Sie sich!

Liebes IHK-Mitglied,

die IHKs Cottbus und Ostbrandenburg gestalten den Prozess transparent und laden zum Mitmachen ein. Hinweise und Verbesserungsvorschläge sind gerne willkommen! Sie können sich z.B.  über die bestehenden Ausschüsse und Arbeitskreise mit einbringen. Wer sich bisher nicht ehrenamtlich engagiert, kann uns auch jederzeit schreiben.

an: IHK Ostbrandenburg, Herrn Thilo Kunze, Puschkinstr. 12 b, 15236 Frankfurt (Oder),
E-Mail: kunze@ihk-ostbrandenburg.de

Im Business-Netzwerk XING hat die IHK Ostbrandenburg eine Gruppe eingerichtet, wo sich registrierte Benutzer in moderierten Foren austauschen können. www.xing.com/net/wirtschaft_in_ostbrandenburg

(Die Redaktion)

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