Gesetzlich vorgeschriebene Blinklichter auf Windkraftanlagen werden nur noch durch eine innovative Radarsteuerung eingeschaltet. Foto: u. Werner
ENERTRAG AG will radargesteuerte Lösung nun auch international vermarkten
Ein nach Firmenangaben weltweit einmaliges Modellprojekt hat die ENERTRAG AG mit Sitz in Dauerthal bei Prenzlau vorgestellt. Die Unternehmensvorstände demonstrierten am Beispiel eines Windfeldes bei Nadrensee (Mecklenburg-Vorpommern) wie Windenergieanlagen nachts überwiegend „unsichtbar gemacht“ werden können. So können Anwohner und Autofahrer entlastet werden. Die Pilotanlage besteht aus insgesamt 13 Windenergieanlagen und drei Radaranlagen. Vertreter der deutschen und internationalen Windindustrie sahen sich die Pilotanlage an.„Unsere Techniker haben eine Lösung entwickelt, um die für die Dämmerung und Dunkelheit gesetzlich vorgeschriebenen Blinklichter auf den Windkraftanlagen künftig mit Hilfe einer innovativen Radarsteuerung einzuschalten, und zwar nur noch dann, wenn sich auch ein Flugobjekt nähert“, erläuterte ENERTRAG-Vorstandsvorsitzender Jörg Müller.
Initiator, Entwickler und Betreiber des Projektes ist die ENERTRAG AG aus der Uckermark. Die Radartechnik stammt vom norwegischen Unternehmen OCAS AS. Die Radarantennen werden an den Anlagentürmen am Rande des Windfeldes montiert. Erkennt eine der Antennen ein nahendes Flugobjekt, wird die Befeuerung des Windparks für einige Minuten eingeschaltet. Die Strahlung der Radarantennen entspricht nach Angaben von ENERTRAG mit zwei Watt in etwa der eines Mobiltelefons.
Uwe Werner

