Welcher Schüler wird der richtige Lehrling? Das IHK-Projekt "Schule sucht Partner" unterstützt Unternehmer und Lehrer. Foto: IHK
Pilotprojekt „Schule sucht Partner“ endet erfolgreich und wird nun auf den gesamten IHK-Bezirk Ostbrandenburg ausgeweitet
Wie finden Unternehmer und künftige Auszubildende zueinander? Über die Schulen, durch die Lehrer. Das ist der Ansatzpunkt des Projektes „Schule sucht Partner“. „Wir hörten immer öfter, dass Betriebe Schwierigkeiten haben, den richtigen Azubi zu finden“, erklärt Pedron Braun, Referent Schule/Wirtschaft. „Auf der anderen Seite berichteten Schulen, dass sie für bestimmte Aktionen gerne betriebliche Partner hätten.“ Deshalb startete im November vergangenen Jahres das Projekt „Schule sucht Partner“ in elf Randberliner Gemeinden. Deren Netzwerk „Zukunftsraum östliches Berliner Umland“ (ZÖBU) unterstützte die IHK Ostbrandenburg tatkräftig. Hilfreich war hier zum Beispiel, dass der Neuenhagener Bürgermeister Jürgen Henze im ZÖBU zugleich verantwortlich für Bildung und Fachkräftesicherung ist.Welche Unterstützung erwarten Schulen von Unternehmen?
Zuerst wurden die Bedarfe der Schulen zwischen Strausberg und Hoppegarten, Erkner und Altlandsberg erfragt. Oberschulen, Gesamtschulen und Gymnasien sind die Zielgruppe. Bei den Kontakten in die Schule konnte auf die bestehende Kooperation „Schaufenster der Wirtschaft“ gesetzt werden. Hier werden wochenaktuelle Ausbildungsplätze und Unternehmensprofile aus der Region an prominenten Plätzen in den Schulen ausgestellt.
Die Wünsche der Schulen auf den an die IHK zurückgesandten Formblättern sind vielfältig: Praxislernen, Sponsoring, Betriebsbesuche, Unternehmensvorstellung, Praktika, Projektunterstützung, Simulation von Vorstellungsgesprächen und mehr. Nach dem Erfassen der Schulen, ihren Spezialisierungen, den Kooperationsvorstellungen und Kontaktdaten wurden den ausbildungsberechtigten Unternehmen in der Region die nunmehr strukturierten Gesuche präsentiert.
Ab Mai werden Schulen im gesamten Kammerbezirk nach ihren Wünschen befragt
So sind die ersten knapp 40 konkreten Kooperationen zustande gekommen. „Noch immer kommen Rückläufe aus den Betrieben bei uns an“, stellt Pedro Braun fest. „Vielleicht liegt es daran, dass die Unternehmen jetzt in der Bewerbungsphase merken, dass gute Schulabgänger knapp werden.“
Zuversichtlich durch den Erfolg des Pilotprojektes wird „Schule sucht Partner“ nun auf den gesamten Kammerbezirk ausgedehnt. Anfang Mai startet die Befragung der Schulen. Ihre Wünsche sollen dann kategorisiert und regionalisiert im Internet einzusehen sein. So können Unternehmen jederzeit und unabhängig von der IHK eine passende Schule finden und Kooperationen eingehen. „Ziel ist es, dass die Unternehmer sich direkt in den Schulen melden“, unterstreicht Pedro Braun. „Die IHK will nur den Stein ins Rollen bringen. Die Kooperationen zwischen Unternehmen und Schulen sollen zum Selbstläufer werden.“
Kontakt für Lehrer und Unternehmer:
Pedro Braun
Referent Schule/Wirtschaft
Telefon: 0335 5621 1525
E-Mail: braun@ihk-ostbrandenburg.de
IHK-Präsident Dr. Ulrich Müller zeichnet Unternehmer für ihre sehr gute Berufsorientierung aus. Foto: S. Hölscher
IHK/N. Groß


