Blicken mit einer guten Bilanz 2009 auf die Herausforderungen von 2010: M. Werner (rechts) und D. Becker von der Deutschen Bank. Foto: N. Groß
Deutsche Bank zieht positive Bilanz und bietet Schulen Patenschaften an
"Bis die Krise vollständig überwunden ist, wird es noch einige Zeit brauchen", sagt Mario Werner, Mitglied der Geschäftsleitung Region Brandenburg/Sachsen-Anhalt der Deutschen Bank. "Für uns war und ist es in dieser Zeit besonders wichtig, auf unsere Kunden aktiv zuzugehen und sich ihren kritischen Fragen zu stellen. Dabei konnten wir einen weiteren Vertrauensgewinn erfahren. So haben wir unsere starke Marktposition weiter ausgebaut."Trotz der Wirtschaftskrise konnte die Kreditvergabe der Deutschen Bank in Ostbrandenburg an den Mittelstand in 2009 leicht verstärkt werden. Jedoch bleibt die Nachfrage schwach. „52 Prozent unserer Kreditlinien werden derzeit nicht in Anspruch genommen“, sagt Mario Werner. Er vermutet: „Vielleicht wissen die Unternehmen noch nicht in welche Richtung sich die Wirtschaft entwickeln wird? Welche strategischen Investitionen jetzt Sinn machen?“ Dabei will er von verschärften Vergabekriterien nichts wissen: „Die Kreditprüfung hat sich nicht geändert. Wir prüfen wie eh und je.“
Baufinanzierungen wuchsen um 30 Prozent auf 21,6 Millionen Euro
Die Deutsche Bank hat in Ostbrandenburg knapp 130.000 Privat- und Geschäftskunden. Das Geschäftsvolumen konnte gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent auf 1,844 Milliarden Euro gesteigert werden. Das Anlagevolumen erhöhte sich um zwei Prozent auf 1,19 Milliarden Euro. Das Depotvolumen konnte durch das rückkehrende Interesse der Kunden sogar um 18,5 Prozent zum Vorjahr erhöht werden. Direktor Daniel Becker führt das auch auf die neuen innovativen und kostengünstigen Produkte der Deutschen Bank zurück. Bei der Baufinanzierung gab es einen Boom: In Ostbrandenburg konnten 21,6 Millionen Euro neue Baufinanzierungen herausgelegt werden – 30 Prozent mehr als in 2008.
Spezielle Berater für Heilberufe und Familienunternehmen
170 Mitarbeiter, einschließlich Auszubildende und mobile Finanzberater, in der Marktregion sind für das Ergebnis verantwortlich. Für 2010 werden bei der Deutschen Bank viele Herausforderungen erwartet. Deshalb wurde die Zahl der Berater für Geschäftskunden erhöht und ihnen mehr Entscheidungskompetenz bei der Kreditvergabe eingeräumt. Die Berater sind spezialisiert. Jetzt gehen ein Berater für die Branche der Heilberufe sowie ein Berater für Familienunternehmen mit bis zu 2,5 Millionen Jahresumsatz an den Start.
Was gibt es Neues?
Die Deutsche Bank bietet Schulpatenschaften an. Interessierte Lehrer können im Rahmen der Initiative „Finanzielle Allgemeinbildung“ in einer Filiale der Deutschen Bank unkompliziert Kontakt aufnehmen. Geplant sind zwei bis drei Unterrichtsbesuche pro Jahr, die ein Mitarbeiter der Deutschen Bank mit dem verantwortlichen Lehrer gestaltet. „Mit unserer Initiative wollen wir dazu beitragen, Schülern frühzeitig ein Verständnis für elementare Wirtschaftsfragen zu vermitteln“, sagt Mario Werner. Um das gesellschaftliche Engagement zu unterstreichen, sagte Mario Werner im Rahmen des Jahrespressegespräches vier Abonnements der Tageszeitung Märkische Oderzeitung für Frankfurter Schulen zu.
IHK/N. Groß

