09.07.2010

Baltikum und Adria verbinden

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Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (rechts) füllt mit Schmiedemeister Wilfried Schwuchow die Kassette für den Grundstein des neuen Gleises.  Fotos (2): N. Groß

Grundstein für Bahngleis zwischen Schwedter Hafen und Papierfabriken

„Das ist schön“, freut sich Wilfried Schwuchow. „Immer, wenn ich zu so etwas eingeladen werde, entstehen ja Arbeitsplätze.“ Der Kunstschmiedemeister kam dieser Tage in den Schwedter Hafen, um die Kassette für den Grundstein zum dritten Hafengleis zu verschließen. Dabei half ihm Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger.  

Drehscheibe zwischen Berlin und Stettin

„Wir hoffen eine Drehscheibe zwischen Berlin und Stettin zu werden“, sagt Helmut Preuße, Chef der Stadtwerke, die den Hafen betreiben.  „Immerhin ist Schwedt der einzige Hafen mit Zugang zur Ostsee ohne Schleuse.“  Staatssekretär Henning Heidemanns schaut noch weiter: „Wir kommen aus einer Zeit, in der Schwedt eine Randlage hatte. Jetzt befinden wir uns hier in einem strategischen Raum innerhalb der EU. Wie wird künftig das Baltikum mit der Adria verbunden? Ich denke, die Oder muss hier noch mehr ins Spiel gebracht werden.“  Dann schritten die Herren gemeinsam mit Bürgermeister Jürgen Polzehl und Landrat Dietmar Schulze  zur Grundsteinlegung. Vorher steckten sie in die kupferne Kassette eine Zeitung, Münzen und den Förderbescheid für das Hafengleis.

Umschlagmenge soll sich vervierfachen

Der Antrag zur Förderung des Gleisanschlusses wurde bereits im Jahr 2004 gestellt. Geplant war ein neun Kilometer langes Eisenbahngleis, das den Hafen mit dem PCK-Gelände und den Papierwerken verbindet. Nun liegt ein Förderbescheid für den ersten Bauabschnitt über eine bestehende Gleisanbindung im Süden vor.  Die Investition kostet 7,1 Millionen Euro. Zehn Prozent Eigenmittel waren aufzubringen. Die 6,4 Millionen Euro Fördermittel leisten zu gleichen Teilen der Bund und das Land Brandenburg. Die Inbetriebnahme ist für den September nächsten Jahres geplant. Von der neuen Bahnverbindung erhofft sich die Schwedter Hafengesellschaft, dass künftig bis zu 800 000 Tonnen Güter in Schwedt umgeschlagen werden können. Das wäre das Vierfache der heutigen Menge. DSC_4249Online
Stadtwerkechef, Staatssekretär, Verkehrsminister, Landrat und Bürgermeister legen den Grundstein im Schwedter Hafen.

alt IHK/N. Groß

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