13.08.2010
Blickpunkt: „Die Uckermark muss sexy werden!“

Frank Wruck (l.) und Dr. Klaus Niemann
Frank Wruck (l.) und Dr. Klaus Niemann.  Foto: S. Hölscher

Der Arbeitskreis Nord der IHK Ostbrandenburg verabschiedet seinen Vorsitzenden Dr. Klaus Niemann, Sprecher der Geschäftsführung der PCK Raffinerie GmbH

Jahrelang hat Dr. Klaus Niemann sich für die Uckermark, den Landkreis im Nordosten Brandenburgs, starkgemacht. Als Geschäftsführer der PCK Raffinerie, als Vizepräsident der IHK Ostbrandenburg, als Vorsitzender des IHK-Arbeitskreises Nord und als Privatmensch. Niemanns Zeit in der Uckermark geht nun zu Ende. Beruflich führt ihn sein Weg nach Moskau, dort wird er Raffineriedirektor bei TNK-BP.

„Die Uckermark muss sexy werden“, so sein Aufruf bei der letzten Sitzung des IHK-Arbeitskreises Nord, die er als Vorsitzender leitete. Denn nur dann könne man Fachkräfte in die Region holen. Weitere Punkte seiner Wunschliste für die Uckermark und die Stadt Schwedt: attraktiver werden für junge Leute, der Ausbau der B 198 und der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße, ein neuer Grenzübergang nördlich von Schwedt und der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen mit Polen sowie des Industrieparks Schwedt – kurzum: eine positive Entwicklung der Region.

Fast acht Jahre war Niemann Vorsitzender des Arbeitskreises. In dieser Zeit habe er sich stets für die Belange der Region engagiert, hob Frank Wruck, Präsidiumsmitglied der IHK Ostbrandenburg, hervor. Lippenbekenntnisse seien für Niemann nie ausreichend gewesen. „Er suchte tatkräftige Partner an seiner Seite, die durchsetzungsfähig sind und gemeinsam mit ihm die Wirtschaft der voranbringen wollen.“ Als Vorsitzender des Arbeitskreises Nord wird Helmut Kuhn, Geschäftsführer der IPSC Industrie-Planung Schwedt Consult GmbH, in Niemanns Fußstapfen treten. Sein Nachfolger bei PCK wird der Niederländer Jos van Winsen.

Die Entwicklung der Uckermark war auch das Thema in Niemanns letzter Sitzung des Arbeitskreises Nord, die er als Vorsitzender leitete. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie es bei der Gestaltung einer regionalen Wirtschaftsstrategie weitergeht. Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers, der an der Arbeitskreissitzung genauso teilnahm wie der uckermärkische Landrat Dietmar Schulze, sprach vor allem über den Umbau der Förderarchitektur in Brandenburg, dem gemeinsamen Innovationskonzept mit Berlin sowie zum Fachkräftemangel. Er merkte an, dass auch ein angemessenes Einkommen eine Rolle dabei spiele, ob Fachkräfte in die Region kämen.

alt Sandra Hölscher

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