02. April 2007
Blickpunkt: Der Ruhestand ruft

Guderian, Christina
Nach 15 Jahren bei der IHK geht Christina Guderian in den Vorruhestand.  Foto:  IHK

Nach 15 Jahren verabschiedet sich Christina Guderian, Leiterin Controlling/Haushalt, von der IHK.

Christina Guderian, Leiterin Controlling/Haushalt, ist in den Vorruhestand getreten. Nach dem Abitur in Nauen hatte sie an der Humboldt-Universität in Berlin ein Studium begonnen, das sie 1970 mit dem Titel Diplomgartenbauingenieur abschloss. Sie trat im gleichen Jahr in den VEB Großhandel Obst, Gemüse, Speisekartoffeln Frankfurt (Oder) ein, einem Arbeitgeber, dem sie zwanzig Jahre lang die Treue hielt.

Im Jahr 1983 erfolgte die Kombinatsbildung und damit die Vergrößerung des Unternehmens. Im Jahr 1986 wurde Christina Guderian mit der Leitung der Abteilung Rechnungsführung und Statistik betraut. In dieser Zeit erfolgte die Einführung einer rechnergestützten Waren- und Finanzwirtschaft. Damals waren elektronische Datenbearbeitungssysteme noch etwas Neuartiges - heute kann man sich die Arbeit ohne diese Systeme gar nicht mehr vorstellen.

Christina Guderian stellte sich neuen Aufgaben

Mit den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen 1990 musste sich auch Christina Guderian neuen Aufgaben stellen. Es galt die Systeme der Marktwirtschaft zu erlernen. Zu diesem Zweck belegte sie einen Lehrgang zum Thema Finanzbuchhaltung in der Marktwirtschaft in Frankfurt am Main. Mit diesem neuen Wissen wurde sie im März 1991 zur Prokuristin der neuen Fruchthandelsgesellschaft mbH berufen. Diese neue Funktion sollte jedoch keine dauerhafte Perspektive darstellen. Die Treuhand entschied, das Unternehmen aufzulösen. Dies war Anlass zum Wechsel.

15-jährige Tätigkeit bei der IHK

Bei der Industrie- und Handelskammer Frankfurt (Oder) wurde Christina Guderian am 2. März 1992 als Leiterin der Buchhaltung und stellvertretende Verwaltungsleiterin tätig. Sie erarbeitete sich sehr schnell das uneingeschränkte Vertrauen der Geschäftsführung, des Präsidiums und das der Rechnungsprüfer der IHK. Über 14 Jahre kameralistische Buchführung und haushaltärische Jahresabschlüsse mit soliden Ergebnissen und uneingeschränkten Testaten sollten nach einem Höhepunkt verlangen. Dieser kam recht planmäßig durch den Beschluss der IHK-Organisation, auf eine kaufmännische Buchführung umzustellen.

Zwar gab es so genannte Pilotkammern, die die Umstellung erprobten und damit ein paar Grundsätze für die neue Form der Doppik schufen, aber die eigentliche Arbeit musste jede IHK selbst erledigen. So hatte Christina Guderian die Aufgabe, erneut eine Systemumstellung zu organisieren und zu verantworten.

Sparen, ohne geizig zu sein

IHK-Hauptgeschäftsführer Gundolf Schülke würdigte das Verhältnis zu seiner ehemaligen Mitarbeiterin als von Vertrauen und Verständnis geprägt: „Uns verband der Grundsatz, nur das auszugeben, was man hatte. Sparen, ohne geizig zu sein. Vorsichtig und solide die Zukunft zu betrachten.“

Ihren Nachfolger hat Christina Guderian bereits eingearbeitet: Guido Weiß ist langjähriger Mitarbeiter der IHK Frankfurt (Oder). Zuletzt war es als Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Fürstenwalde tätig.

alt Thilo Kunze

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