Mitgliedsunternehmen erhalten für ihre Rechtsprobleme bei einer kostenlosen Beratung Lösungsvorschläge
In das Gesicht von Karin Lenk ist das Lächeln zurückgekehrt. Die studierte Tänzerin kann nun endlich ohne Probleme ihr neues Tanzstudio am Südring in Frankfurt (Oder) betreiben. „Ich sollte bei meinen Tanzkursen und beim Rehasport im Studio Musik in Zimmerlautstärke abspielen“, erzählt sie. Ihre Schüler hätten durch die Bewegungen und die Anmerkungen der Tanzlehrerin von der Musik nichts mehr gehört. „Das geht einfach nicht.“Die Zimmerlautstärke wurde im ersten Mietvertrag für das neue Tanzstudio verlangt. „Das Ding ist 32 Seiten stark und von Laien nicht sofort zu verstehen“, klagt Karin Lenk. Sie suchte zuerst beim Frankfurter Mieterverein um Hilfe. Dort bekam sie den Tipp, die Rechtsberatung der IHK Ostbrandenburg aufzusuchen. Das tat sie auch und nahm Kontakt mit dem Justiziar Stefan Heiden auf. Der studierte den Vertrag und gab ihr für das Gespräch mit dem Vermieter Änderungsvorschläge mit. „Die Beratung war richtig toll, umkompliziert und auch noch kostenfrei“, freut sich die Tanzlehrerin.
Weg zur IHK-Rechtsberatung hat sich gelohnt
Im nun gültigen Mietvertrag ist die Zimmerlautstärke für das Tanzstudio nicht mehr enthalten. Auch die Vorschriften für die Öffnungszeiten wurden verändert. Sie muss sich mit den Öffnungszeiten nicht dem Südringcenter angleichen, sondern kann sie selbst gestalten. „Leute, die arbeiten, können beispielsweise oft erst ab 20 Uhr einen Tanzkurs besuchen, da muss ich mich doch den Kunden anpassen.“ Außerdem wird ihr nun per Mietvertrag garantiert, dass die Nebenräume nicht an gleichartige Anbieter vergeben werden. „Der Weg zur Rechtberatung der IHK hat sich für mich gelohnt“, lobt Karin Lenk. „Ich kann anderen Mitgliedsunternehmen bei ähnlichen Problemen nur den gleichen Schritt empfehlen.“
Fast nebenbei gab es auch Hilfe bei der Lösung eines Handwerkerproblems. Eine Firma lieferte für das neue Tanzstudio große Wandspiegel und eine andere baute sie an. Als dabei Spiegel kaputt gingen, wollte keine Firma für den Schaden aufkommen. Inzwischen hängen die Spiegel, die Tanzschüler können ihre Bewegungen genau beobachten und sehen dabei auch das in das Gesicht von Karin Lenk zurückgekehrte Lächeln.
Karin Lenk erwartet jetzt ihre Tanzschüler im neuen Studio am Frankfurter Südring. Foto: W. Döll.
Wilko Döll

