Übergabe der EMAS-Urkunde. Foto: S. Hölscher
CEMEX Zementwerk Rüdersdorf erhält EMAS-Urkunde.
Damals, im Jahr 2000, erhielt das Zementwerk in Rüdersdorf als erstes deutsches Zementwerk ein Zertifikat nach EMAS, auch bekannt als EU-Öko-Audit. Nun wurde die Zertifizierung bereits zum zweiten Mal verlängert. Das Zementwerk Rüdersdorf setzt seit Jahren auf umweltbewusste Produktionsverfahren. "Auf diese Weise wollen wir unseren Beitrag zum Verantwortungsbewusstsein der Branche leisten", erklärte Dr. Hans Andreas Brodersen, Senior Director Geschäftsbereich der CEMEX Deutschland AG.Wichtiges Zeichen für Industriestandort Brandenburg
"Rüdersdorf mit seiner Zementindustrie gehörte damals nicht zu den saubersten Orten der DDR, aber das ist Vergangenheit" lobte Dr. Dietmar Woidke, Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, im Rahmen der Übergabe der EMAS-Urkunde. Von dem von CEMEX praktizierten Umweltschutz
profitierten alle: das Unternehmen, seine Mitarbeiter, die Menschen, die hier wohnen, und die umliegende Natur, betonte der Minister. Deshalb verdiene der Einsatz des Zementwerkes die höchste Anerkennung der Landesregierung.
Engagement für Umwelt zahlt sich aus
"Versöhnung von Ökonomie und Ökologie bedeutet, dass der Schornstein raucht, aber nicht qualmt" - auf dieses Zitat von Peter Gillies, ehemaliger Chefredakteur der Welt, verwies IHK-Hauptgeschäftsführer Gundolf Schülke bei der Übergabe der EMAS-Verlängerungsurkunde an Hans-Dieter Grudno, Geschäftsführer der CEMEX OstZement GmbH, Rüdersdorf. Dieser Ausspruch sei von CEMEX in Rüdersdorf in beeindruckender Weise umgesetzt worden, fuhr Schülke fort. Bis Anfang der 1990er Jahre war Rüdersdorf mit einem grauen Schleier überzogen, heute - mehr als 15 Jahre später - kann man in und um Rüdersdorf herum die Natur genießen. Bei Bootfahrten, Jeepsafaris oder einer Besichtigung des Museumsparks.
Zertifizierung nach EMAS
Unternehmen, die eine EMAS-Zertifizierung erhalten wollen, müssen eine Umwelterklärung veröffentlichen. In dieser Erklärung berichten sie über die Auswirkungen des eigenen Unternehmens auf die Umwelt, ihre Umweltleistung und ihre Umweltziele. Die Umwelterklärung wird von einem unabhängigen Umweltgutachter überprüft, zudem muss die Erklärung jährlich aktualisiert werden. In einem Abstand von mindestens drei Jahren, im Rahmen der so genannten Revalidierung, überprüft der Umweltgutachter das Umweltmanagementsystem, die Einhaltung der Umweltpolitik und der gesetzlichen Regelungen. Außerdem muss das Unternehmen eine konsolidierte Umwelterklärung vorlegen. Unternehmen, die die Überprüfung durch einen Umweltgutachter erfolgreich durchlaufen haben, können sich in das EMAS-Register eintragen lassen, das in Deutschland von den Industrie- und Handelskammern geführt wird.
IHK setzt sich für Öko-Auditierung ein
Die EMAS-Registrierung beinhaltet eine über die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinausgehende freiwillige Verpflichtung der Unternehmen zur Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes. "In Zeiten von Klimawandel und der damit stärkeren Fokussierung der Gesellschaft auf den Umweltschutz halten die IHKs diesen freiwilligen Beitrag zum Schutz der Umwelt für nachfolgende Generationen für begrüßenswert", erklärt Gundolf Schülke, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt (Oder). Weiterhin wünsche er sich für die Zukunft eine stärkere Honorierung dieser Leistung durch die Politik, fährt Schülke fort.
Minister Dr. Woidke (Mitte) beim Werksrundgang. Foto: S. Hölscher
Sandra Hölscher

