IHK-Präsident Dr. U. Müller überreicht Dr. F. Berthold die Urkunde im Beisein von IHK-Hauptgeschäftsführer G. Schülke (von links). Foto: W. Mausolf
Zukunftspreis in festlichem Rahmen an zehn Brandenburger Unternehmen verliehen
„Als Motto des diesjährigen Zukunftspreises könnte man den Begriff ‚Vielfalt‘ wählen“, schlug Dr. Ulrich Müller, Präsident der IHK Ostbrandenburg, in seiner Begrüßung vor. „Zum einen ist wirtschaftliche Vielfalt ein wichtiger Vorteil im Wettbewerb. Zum anderen ist es immer wieder erstaunlich in wie vielen unterschiedlichen Branchen und Märkten unsere brandenburgischen Unternehmen Spitzenleistungen vollbringen“. Nicht zuletzt deshalb lohne es sich an diesem Abend auch Ausschau nach möglichen Geschäftspartnern zu halten. Frank Mangelsdorf, Chefredakteur der Märkischen Oderzeitung freute sich: „Neben den industriellen Kernen hat sich vielerorts eine Schar von innovativen und geschickten Unternehmen angesiedelt. Das belegen die zahlreichen Bewerbungen für den weiter gewachsenen Zukunftspreis Brandenburg.“Der Traum vom Eisbrecher
Sehr lebhaft ging es bei der Verleihung der Preise an die einzelnen Unternehmerinnen und Unternehmer zu. Goedele Matthyssen war die Freude über den Zukunftspreis im Gesicht abzulesen. Die Chefin der Confiserie Felicitas strahlte und erklärte dem Publikum mit ihrem wunderbaren Akzent: „Natürlich dürfen unsere Mitarbeiter naschen. Das motiviert noch flinker zu arbeiten.“
Elke Ruchatz hofft wieder auf einen „kernigen Winter“. Dann weiß die Geschäftsführerin der Eisenhüttenstädter Neuen Oderwerft, dass der Service ihres Betriebes wieder gut nachgefragt werden wird. Sie offenbarte auch einen Traum: „Einen Eisbrecher für die Oder bauen.“
Festakt erstmals life übertragen
„Wir suchen Personal, Fachkräfte, Ingenieure. Wir bieten Arbeitsplätze, tolle Themen und ein gutes Umfeld“, nutzte Eckard Wilberg die Gelegenheit, um Werbung für seine Firma Unitechnik zu machen. Immerhin wurde der Festakt erstmalig live im Internet übertragen.
Ganz still wurde es als Marina Runge sich für den Preis bedankte. Die Inhaberin des kleinsten First Class Hotels in Deutschland sagte: „Ich möchte diesen Preis meinem vor zwei Monaten verstorbenen Mann widmen.“
Technologieförderung wird in Brandenburg nicht gekürzt
„Diese Veranstaltung leistet einen großen Beitrag, das Unternehmerbild in der Öffentlichkeit darzustellen“, lobte Ralf Christoffers. Brandenburgs Wirtschaftsminister versicherte den Gäste, dass trotz des Rückganges der öffentlichen Mittel ab 2012, der Fond für die Technologieförderung nicht zurückgefahren werde. Er bekam Applaus für die Ansage, dass noch in diesem Monat neue Darlehens- und Beteiligungsmaßnahmen vorgestellt werden, die die Eigenkapitalquote Brandenburger Firmen verbessern können.
Bis spät in die Nacht
Anschließend widmeten sich die zirka 200 Geladenen dem vorzüglichen Büffet. Die Mitarbeiter des Hotel Esplanade & Spa in Bad Saarow sorgten sich charmant um die Wünsche der Gäste. Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Waldi-Weiz-Band. Die Festveranstaltung zum Zukunftspreis Brandenburg 2010 endete weit nach Mitternacht.
Kleine Frau mit großen Ideen: Goedele Matthyssen dankte den Initiatoren des Zukunftspreises mit einem aus Schokolade. Das köstliche Stück wurde noch am Abend zerlegt und verspeist. Foto: W. Mausolf
IHK/NG

