Martina Kabitzsch Foto: W. Döll
Eine kleine Firma verwöhnt mit ausgefallenen Ideen Gaumen, Seele und Körper der Kunden.
Seit genau zehn Jahren ist Martina Kabitzsch nun schon Unternehmerin und noch immer ist sie von ihrem Erfolg überrascht. „Eigentlich wollte ich damals meine Ideen als Hobby betreiben“, erinnert sich die elanvolle Frau an den Anfang. Vier besondere Liköre aus Beeren und Blüten hat sie damals entwickelt und zum Verkauf angeboten. Sie traf damit den Geschmack und den Nerv der Leute. Inzwischen betreibt Martina Kabitzsch in Schöneiche bei Berlin die von Blythen Manufaktur. Liköre gehören noch immer zum Angebot. Hinzugekommen sind weitere kulinarische Köstlichkeiten und sinnliche Köstlichkeiten aus Blüten. Auch die Pflegeprodukte und besonders duftende Tinten werden von ihren Kunden gern gekauft.Zum unternehmerischen Erfolg gesellte sich auch die gesellschaftliche Anerkennung. Im Jahr 2005 wurde sie von der Industrie- und Handelskammer Frankfurt (Oder) und der Märkischen Oderzeitung mit dem Zukunftspreis Ostbrandenburg ausgezeichnet. In diesem Jahr gab es für den anhaltenden Erfolg eine Stele zum Zukunftspreis. „Dieser Preis ist eine Bestätigung und Honorierung für das, was ich geleistet und aufgebaut habe“, sagt Martina Kabitzsch stolz.
Firma ist langsam gewachsen
Die von Blythen Manufaktur hat den Markt nicht explosionsartig erobert. „Ich hatte mit meiner Firma die Chance, langsam zu wachsen“, sagt die Mutter von zwei Kindern. Ihr war es immer wichtig, eine Balance zu finden zwischen ihrem Privatleben und ihren unternehmerischen Ideen. Bislang ist ihr das sehr gut gelungen. Mit ihren Ideen eilt sie von Erfolg zu Erfolg.
Im Jahr 2004 hat sie ihren Firmen- und Wohnsitz in das alte Postamt von Schöneiche verlegt. Dort hat sie einen schönen Laden und auch ihre Produktionsräume eingerichtet. Zusammen mit zwei fest angestellten Mitarbeiterinnen und einigen Aushilfen stellt Martina Kabitzsch dort ihre Köstlichkeiten her. Von Schöneiche aus werden Hotels und Feinkostläden sowie viele Kunden aus dem Internetshop beliefert. Im vergangenen Jahr legte die Firmenchefin einen Kräutergarten am Haus an. Bei Tagen der offenen Tür und besonderen Kochkursen erklärt sie darin ihren Besuchern das Kochen und Verfeinern von Speisen mit Blüten und besonderen Kräutern. Ihre Gäste reisen dann auch schon mal von der Schweiz aus in das betuliche kleine Schöneiche am Rande Berlins.
Viele Ideen im Kopf
Dort denkt Martina Kabitzsch auch über die Zukunft ihrer kleinen Firma mit den besonderen Produkten nach. Sie hat viele Ideen und noch einige Träume. „Mein Buch über das Kochen und Würzen mit Blüten und besonderen Kräutern soll in diesem Jahr endlich fertig werden“, kündigt die Unternehmerin an. Außerdem will sie auch internationaler werden. Schon jetzt beliefert sie das berühmte Feinkosthaus Meinl in Wien und auch verschiedene Wellness-Hotels in Österreich und der Schweiz. Sie glaubt auch, dass sich ihre Kreationen auch in den USA und in England gut absetzen ließen. Deshalb will sie ihre Internetpräsenz verändern und dort auch einen englischsprachigen Shop einrichten.
Ihre Kraft reicht aber auch noch für Veränderungen in Deutschland. „Der Franchisegedanke geht mir nicht mehr aus dem Kopf“, erklärt die Frau mit dem besonderen Marktgespür für Qualitätsprodukte. In Hamburg, Berlin, Stuttgart oder München könnten solche Läden entstehen. Dort sollen dann Erzeugnisse der von Blythen Manufaktur verkauft werden. „Die Kunden werden in diesen Läden eine besondere Welt erleben, sie können sich entspannen, genießen und so Lebensqualität gewinnen“, verspricht die Unternehmerin.
Jubiläumsfest geplant
Der Kalender von Martina Kabitzsch ist gut gefüllt mit Ideen, Projekten und auch Terminen. Im Sommer will sie mit ihren Kunden das zehnjährige Bestehen ihrer Firma feiern. Dafür wird schon jetzt ein sinnlich anregendes Rosenfest mit vielen Höhepunkten im Garten der Manufaktur vorbereitet. Außerdem soll demnächst eine neue Premiumlinie mit neuen Produkten auf den Markt kommen. Angst vor neuen Aufgaben hat Martina Kabitzsch nicht. „Wir schaffen das, wir haben bis jetzt alles geschafft.“
IHK-Sprecher Th. Kunze übergibt M. Kabitzsch die Stele zum Zukunftspreis Foto: W. Döll
Wilko Döll

