Dr. Knuth Thiel und Thomas Strotkötter. Foto: W. Döll
Die Mitgliedsunternehmen entscheiden in den nächsten Tagen über die Zusammensetzung der neuen Vollversammlung der IHK Frankfurt (Oder).
„Um die 50 Plätze der Vollversammlung bewerben sich 78 Kandidaten“, erklärte Dr. Knuth Thiel vom IHK-Wahlteam vor der Presse in Prenzlau. Bis zum 14. Mai können die Mitgliedsunternehmen per Briefwahl über die Zusammensetzung der neuen Vollversammlung abstimmen. Das Wahlergebnis wird dann einen Tag später ausgezählt und öffentlich bekannt gegeben. „Innerhalb der folgenden vier Monate tritt dann die neue Vollversammlung zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen und wählt ihr Präsidium und den Präsidenten der IHK Frankfurt (Oder)“, kündigte Thiel an.Prenzlauer Geschäftsführer tritt erstmals zur Wahl an
Thomas Strotkötter, Geschäftsführer der AWP Kälte-Klima-Armaturen GmbH Prenzlau, ist einer der 78 Kandidaten für die IHK-Vollversammlung. Er tritt zum ersten Mal zur Wahl an. „Ich möchte dem Nordosten Brandenburgs mehr Gehör und Aufmerksamkeit verschaffen“, sagte Strotkötter vor der Presse. „Wenn wichtige Entscheidungen und Rahmenbedingungen für die Unternehmen der Region diskutiert werden, muss auch ein Vertreter aus dem Industriestandort Prenzlau mit am Tisch sitzen.“ Er wolle sich besonders für den Aufbau von Netzwerken einsetzen und dabei seine Erfahrungen aus der Kreisstadt der Uckermark nutzen.
Dort haben sich einige Unternehmen zu einem Wirtschaftsforum zusammengeschlossen. Sie haben beispielsweise mit Unterstützung des Berufsbildungsvereins der Stadt und der IHK einen Ausbildungsverbund in Prenzlau gebildet. 40 Ausbildungsplätze für Metallberufe sind so entstanden. Gemeinsam finanzieren die Unternehmen auch einen Lehrausbilder. „Die aufwändige und teure Berufsausbildung könnten viele Unternehmen allein gar nicht bewältigen. Diese positiven Erfahrungen mit funktionierenden Netzwerken möchte ich mit in die Arbeit der Vollversammlung einbringen.“
Vollversammlung soll Spiegelbild der regionalen Wirtschaft sein
Ob Thomas Strotkötter gewählt wird, entscheidet die Wahlgruppe Industrie im Landkreis Uckermark. Sie hat zwei Plätze in der Vollversammlung. Vier Kandidaten bewerben sich darum. Insgesamt gibt es im Kammerbezirk sechs nach Branchen aufgeteilte Wahlgruppen und fünf regionale Wahlbezirke. „Die Zusammensetzung der Vollversammlung soll ja schließlich ein Spiegelbild der regionalen Wirtschaft sein“, erklärt Dr. Knuth Thiel vom IHK-Wahlteam. Sollte ein strukturbestimmender Wirtschaftszweig in der Vollversammlung später fehlen, kann die Versammlung selbst noch maximal fünf Mitglieder aus solchen Bereichen aufnehmen.
Wilko Döll

