Michael Zerkowski und Dr. Knuth Thiel. Foto: W. Döll
Die Journalisten der Region wurden mit den Aufgaben der Vollversammlung und dem Wahlablauf vertraut gemacht.
„Die IHK ist eigentlich wie eine Aktiengesellschaft aufgebaut“, erklärt Michael Zerkowski aus Schöneiche. „Sie gibt die Strategie und die Ausrichtung der Kammer vor.“ Der Inhaber der Firma INMACOM tritt erneut zur Wahl für die Vollversammlung an. Er möchte durch seine Mitarbeit im obersten Gremium der IHK den Service- und Dienstleistungscharakter der Kammer für ihre Mitgliedsunternehmen ausbauen. „Viele Unternehmer wissen noch immer nicht, was sie an ihrer IHK haben“, sagt Zerkowski. Dabei biete die Institution Hilfen bei der Existenzgründung, der Aus- und Weiterbildung und auf vielen anderen Gebieten an. „Aber die Mitglieder müssen diese Angebote auch abfordern und ihre IHK in die Pflicht nehmen.“Wie das in der Praxis funktioniert erklärte Dr. Knuth Thiel vom IHK-Wahlteam an einem Beispiel. Die Stadt Fürstenwalde hat in den vergangenen Jahren als öffentliche Verwaltung ein Kaufhaus und ein Hotel in der Spreestadt betrieben und die Verluste dort immer wieder ausgeglichen. Diese künstliche und wettbewerbsferne Konkurrenz sorgte bei den Händlern und Gastronomen der Stadt für Frust. „Wir als IHK haben deshalb ein Mediationsverfahren zwischen den beteiligten Seiten unterstützt und so zur Beseitigung des Problems beigetragen.“ Kaufhaus und Hotel sind nun nicht mehr in öffentlicher Hand.
IHK muss Dienstleister sein
„Die IHK muss ein Dienstleister für die Mitgliedsunternehmen sein und das den Firmen immer wieder auch deutlich vermitteln“, betonte Zerkowski. Er plädiert deshalb für eine bessere Kommunikation zwischen der Institution IHK und den Unternehmen der Kammer. Alle Angebote der Kammer sollten deshalb noch besser und verständlicher publiziert werden. „Die IHK muss in der Öffentlichkeit noch stärker als Motor der wirtschaftlichen Entwicklung der Region auftreten und erkannt werden.“
Diese Antriebsfunktion beginnt schon mit scheinbar kleinen Angeboten. „Mich hat heute ein künftiger Bucheinzelhändler um Hilfe gebeten“, erzählte Heike Graf, Leiterin der IHK-Geschäftsstelle in Fürstenwalde. In einem ersten Gespräch vermittelte sie wichtige Tipps für die Existenzgründung. Diese kostenlose Hilfe wird jedem ernsthaften Gründer schon vor der Unternehmenseröffnung und der IHK-Mitgliedschaft angeboten. „Wenn sie genutzt wird, können viele Fehler gerade in der Anfangsphase eines Unternehmens vermieden werden.“
Bis 14. Mai Stimme zur Wahl der IHK-Vollversammlung abgeben
Alle Unternehmer der Region bekommen in diesen Tagen Post von der IHK. Darin sind die Wahlunterlagen enthalten. „Jedes IHK-Mitglied kann in seines Wahlgruppe und dem jeweiligen Wahlkreis damit den Vertreter seiner Interessen wählen“, erklärte Dr. Knuth Thiel. Bis zum 14. Mai müssen die Stimmzettel wieder bei der IHK in Frankfurt (Oder) sein. Einen Tag später wird dann das Ergebnis der Wahl verkündet.
Heike Graf und Thomas Herrschelmann von der IHK. Foto: W. Döll
Wilko Döll

