Das östliche Berliner Umland macht mobil: Elf berlinnahe Kommunen wollen gemeinsam Wachstumsregion werden.
Die Bürgermeister elf berlinnaher Kommunen der Landkreise Märkisch-Oderland und Oder-Spree wollen in einem „Zukunftsraum östliches Berliner Umland“ enger zusammenarbeiten und interkommunal kooperieren. Eine entsprechende Willensbekundung, die „Neuenhagener Erklärung“, ist heute unterzeichnet worden. Dr. Detlef Stronk, Geschäftsführer der ZukunftsAgentur Brandenburg, bescheinigte dabei den Kommunalvertretern, dass sie im Konzert der Wettbewerber etwas zu bieten haben. Auch die IHK unterstützt diesen kommunalen Verbund, erklärte Klaus Kröpelin gegenüber FORUM. Der Leiter Standortpolitik der IHK hatte erst kürzlich einen vielbeachteten Unternehmerstammtisch moderiert (siehe unten). Was hier vorgelegt wurde, sei einmalig und besonders wichtig, weil sich der Wettbewerb der Regionen verschärft.Durch den neuen Verbund will sich die Region südliches Berliner Umland auf dem Weg zu einer wirtschaftlichen „Wachstumsregion“ machen. Dieser Status ist ihr mit der neuen Wirtschaftsförderpolitik der Landesregierung Brandenburg noch nicht zuerkannt worden. Die Bürgermeister wollen nun in Arbeitsgruppen, an denen auch externe Experten mitwirken, die Entwicklung positiv gestalten. Auch die IHK soll mit einbezogen werden.
Im Vorfeld der Unterzeichnung war ein Standortentwicklungskonzept erarbeitet worden. Danach rechnet die Region mit einem Bevölkerungswachstum von 30 Prozent in den nächsten Jahren und mit vielen neuen Unternehmen.
Thilo Kunze

