25.4.2007
Blickpunkt: „Chance Oderregion 2007“

Roderich Stintzing
Dr. R. Stintzing vom Institut für Talententwicklung.  Foto: W.Döll

Unter diesem Titel veranstaltet die Industrie- und Handelskammer Frankfurt (Oder) gemeinsam mit mehreren Partnern im Juni eine Messe zur Berufsorientierung.

„Die Berufsausbildung unterliegt einem ständigen Wandel und wird regelmäßig den Erfordernissen der Wirtschaft angepasst“, sagte Ulrich Lehmann von der IHK Frankfurt (Oder) bei der Vorstellung des neuen Messekonzeptes. Von den 350 in Deutschland angebotenen Ausbildungsberufen wurden in den vergangenen zehn Jahren rund 150 Ausbildungsprofile modernisiert oder komplett erneuert. „Auf dieser Messe wollen wir die Schüler über diese neuen Berufe informieren, ihnen die jeweiligen Anforderungen erklären und ihnen auch die Möglichkeiten der neuen Berufsbilder zeigen.“

Die Berufswelt hat sich in jüngster Zeit extrem verändert. Einige klassische Berufe, wie beispielsweise den einfachen Schlosser, gibt es nicht mehr. Dafür sind andere Ausbildungsberufe, wie beispielsweise der Mikrotechnologe, neu im Angebot. Auch die Ausbildungsinhalte haben sich total verändert. Viele Schüler, Eltern und auch Lehrer kennen diese Änderungen aber nicht und damit auch nicht die neuen Anforderungen der veränderten Berufsausbildung. „Deshalb wollen wir die Schüler auf dieser Messe umfassend informieren und damit den Mädchen und Jungen bei der Auswahl ihres künftigen Berufes helfen, aber auch unsere IHK-Mitgliedsunternehmen bei der Suche nach gutem Nachwuchs unterstützen“, erklärt Lehmann.

Oderregion als europäische Region ansehen

Die IHK hat für die Organisation der Berufsorientierungsmesse mit dem Institut für Talententwicklung einen kompetenten Partner engagiert. „Wir haben solche Schülerberatungsmessen mit Erfolg bereits in zehn großen deutschen Städten organisiert“, sagt Geschäftsführer Dr. Roderich Stintzing. Die Messe „Chance Oderregion 2007“ wird zwar in Frankfurt ausgerichtet, soll aber eine deutsch-polnische Informationsveranstaltung werden. „Wir betrachten die Oderregion als eine europäische Region und wollen deshalb Partner von beiden Seiten des Flusses einbeziehen.“

Rund 50 Aussteller haben bislang ihre Teilnahme an der Berufsorientierungsmesse zugesagt. Allein 18 Hoch- und Fachschulen sowie Akademien werden in Frankfurt vertreten sein. Acht davon kommen aus Polen. Mit dem PCK Schwedt und arcelor Mittal sind auch große Unternehmen der Region dabei. Kleine und mittlere Unternehmen werden ebenfalls ihre Ansprechpartner für die Schüler in das Kleist Forum schicken. Mit der IHK, der Handwerkskammer und der Agentur für Arbeit bauen auch für die Berufsausbildung wichtige Institutionen ihre Infostände auf der Messe auf. Krankenkassen, die Bundeswehr und Banken stellen sich ebenfalls vor.

Schüler sollen vorbereitet zur Messe kommen

Die Veranstaltung richtet sich aber nicht an den passiven Messebesucher, der zufällig vorbeikommt und an den Ständen nur schauen möchte. Dr. Roderich Stintzing und sein Team wollen mehr erreichen. „Wir streben intensive Gespräche zwischen den Schülern und den Vertretern der Unternehmen und Institutionen an.“ Zur Vorbereitung haben deshalb seine Mitarbeiterinnen schon fast 40 Schulen auf beiden Seiten der Oder besucht und dort das Messekonzept vorgestellt. Jeder Schüler soll vorbereitet zur Veranstaltung kommen und dort seine Wunschpartner für seinen Informationsbedarf vorfinden. Deshalb vergeben die Messeveranstalter auch Termine an die Schüler für spezielle Gespräche mit den Ausstellern. „Vielleicht enden diese Unterhaltungen auch mit einer chancenreichen Bewerbung“, hofft Stintzing.

Die Messe „Chance Oderregion 2007“ findet am 27. und 28. Juni im Kleist Forum in Frankfurt (Oder) statt. Sie ist an beiden Tagen von 8.30 bis 14.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung für Gesprächstermine verhindert Wartezeiten. Das Institut für Talententwicklung hat in Frankfurt (Oder) in der Karl-Marx-Straße 7 ein Büro. Die Ansprechpartnerin für das Projekt heißt Katrin Becker und ist per Telefon über 0335 401 50 56 erreichbar.
Baraun, Stintzing, Lehmann
P. Braun von der IHK, Dr. R. Stintzing und U. Lehmann von der IHK.  Foto: W. Döll

alt Wilko Döll

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