IHK-Präsident Prof. Dr. Godau. Foto: W. Mausolf
IHK-Präsident Prof. Dr. Johannes Godau blickt auf die vergangenen fünf Jahre zurück.
Noch bis zum 14. Mai wählen 44.000 Unternehmer in Ostbrandenburg ihr Parlament der Wirtschaft – die IHK-Vollversammlung. Heute fand die letzte Vollversammlung der zu Ende gehenden Legislaturperiode statt. IHK-Präsident Prof. Dr. Godau ließ die vergangenen fünf Jahre Revue passieren und nutzte die Sitzung für einen Blick in die Zukunft.Wünsche für die Zukunft
Für die Zukunft wünscht sich der Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt (Oder) langfristig ausgerichtete Strategien mit möglichst hoher Beteiligung der IHK-Mitglieder, der neu gewählten Vollversammlung sowie der Ausschüsse. Weiterhin sieht er Reserven in der Qualität der Gremienarbeit und empfiehlt eine weitere Stärkung der ehrenamtlichen Strukturen. „Außerdem haben wir in den letzten Jahren gute Erfahrungen in der Arbeitsteilung mit unseren Schwester-Kammern gesammelt. Diese Zusammenarbeit gilt es auszubauen“, unterstrich Prof. Dr. Godau.
Strategie IHK 2010
Zudem verwies er auf drei entscheidende Weichenstellungen, die die IHK Frankfurt (Oder) in den vergangenen Jahren vollzogen hat. So ist es gelungen, die Kammerbeiträge trotz steigender Kosten seit 2002 stabil zu halten und die Buchführung der Kammer wurde von der Kameralistik auf Doppik umgestellt. Außerdem wurde im Jahr 2003 die „Strategie IHK 2010“ beschlossen. Ziel der „Strategie IHK 2010“ ist die Förderung der Wirtschaft und eine Verbesserung der Standortbedingungen zu schaffen – etwa durch die Umsetzung von Entbürokratisierung und Deregulierung sowie das Vorantreiben des Infrastrukturausbaus.
„In der vergangenen Wahlperiode musste die Vollversammlung durchaus strittige Entscheidungen treffen“, beschrieb Prof. Dr. Godau die Arbeit des Gremiums. „Diese ehrlichen und sachlichen Auseinandersetzungen müssen sein, denn sie fördern letztendlich die gemeinsame Erkenntnisbildung“, so der Präsident.
Auf der heutigen Tagesordnung standen der Jahresabschluss für das Jahr 2006, die Entlastung des Präsidiums und des Hauptgeschäftsführers, Informationen zum neuen Ausbildungspakt 2007-2010 und zur Reform der dualen Ausbildung sowie Satzungs- und Gebührenbeschlüsse zur Umsetzung der Versicherungsvermittler-Richtlinie. Weiterhin beschlossen die Mitglieder der Vollversammlung die Änderung der Sachverständigenordnung der IHK Frankfurt (Oder).
Sandra Hölscher

