20.02.2012

Wettbewerb um den Zukunftspreis kommt in heiße Phase

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Wolf-Harald Krüger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) Region Ostbrandenburg. Foto: W. Döll.

Industriebetriebe, Händler, Dienstleister und Handwerker können sich nur noch bis 9. Mai um die Auszeichnung bewerben

Die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) Region Ostbrandenburg gehört zu den Förderern des Wettbewerbs. FORUM unterhielt sich über den Zukunftspreis und die aktuelle wirtschaftliche Situation mit Wolf-Harald Krüger. Der Bauingenieur führt zusammen mit seinem Bruder seit 1989 ein Bauunternehmen in Schöneiche und ist seit 2008 Präsident der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) Region Ostbrandenburg.

Warum unterstützen Sie als Jurymitglied den Wettbewerb um den Zukunftspreis?

Die beteiligten Kammern leisten mit der Ausrichtung des Wettbewerbs eine wichtige Lobbyarbeit für ihre Mitgliedsunternehmen. Mit dem Zukunftspreis stellen wir die Breite der Wirtschaft in Brandenburg dar. Es gibt in dieser Region sehr gute Firmen. Das Spektrum reicht dabei vom traditionellen Handwerksbetrieb bis zum großen Industrieunternehmen. Dieser Zukunftspreis ist außerdem ein Alleinstellungsmerkmal und eine Werbung für den Wirtschaftsstandort Brandenburg. Mit diesem Preis zeigen wir, zu welchen Leistungen unsere Handwerker und die vielen anderen Unternehmen aus der Region in der Lage sind.

Welche Firmen oder Handwerker haben den Zukunftspreis verdient?

Firmen, die besonders innovativ sind und Unternehmen, die ihre Position am Markt Jahr für Jahr ausbauen und damit den Erhalt der Firma und der dortigen Arbeitsplätze sichern. Den Preis haben aber auch Unternehmer verdient, die sich neben ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit auch sozial engagieren und zum Beispiel die Kita im Ort unterstützen oder den Sportverein als Sponsor helfen. Auch Betriebe, die es schaffen, eine gute Verbindung zwischen der Arbeit und der Familie herzustellen, sind für den Zukunftspreis geeignet. Über diese Kriterien hinweg lassen sich auch die kleinen Betriebe mit den großen Unternehmen vergleichen.

Die vergangenen Monate wurden geprägt von der Diskussion über die Finanz- und Eurokrise. Wie schätzen Sie vor diesem Hintergrund die aktuelle wirtschaftliche Lage der Handwerksbetriebe in Ostbrandenburg ein?

Seit zwei Jahren befinden sich unsere Handwerker auf der Erfolgsspur. Weit über 80 Prozent der Unternehmen sind mit ihrer wirtschaftliche Situation zufrieden. Die Binnennachfrage nach Handwerksleistungen hat sich sehr deutlich verbessert. Die Leute denken über die Vergänglichkeit des Geldes auf den Bankkonten nach und über die Stetigkeit von materiellen Werten. Die Krisensituation hat dieses Umdenken in den Köpfen der Leute sicher bestärkt. Das vergangene Jahr war für das Handwerk sehr gut und wir blicken deshalb auch mit Optimismus auf dieses Jahr. Das Handwerk ist ein Dienstleister in der Region, unsere Betriebe sind weniger vom Export abhängig. Natürlich wünschen auch wir uns, dass sich die Industrie in unserer Region positiv entwickelt, denn so werden Arbeitsplätze und Einkommen und damit auch Aufträge für unsere Handwerksbetriebe gesichert.

alt Wilko Döll

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