07.06.2012

Made in Ostbrandenburg

Ideenschmiede
Jens Voigt stellte Merkmethoden vor, mit denen sich alles auswendig lernen lassen soll, zum Beispiel mit Hilfe von Mindmapping. Fotos: M. Sassenscheidt

Spar-Dusche, Unternehmens-App, kostengünstige Brennstoffzellen: Erfinder stellten auf der vierten Ideenschmiede in Frankfurt (Oder) neue Produkte vor

Neue Funktechnologie, eine App mit der der Chef Unternehmenskennzahlen immer im Blick hat, eine wassersparende Dusche: Die vierte Ideenschmiede hatte wieder viele erstaunliche Erfindungen - made in Ostbrandenburg - zu bieten.

Schlechte Schüler müssen mit den richtigen Lernmethoden wieder integriert werden. Dessen ist sich Jens Voigt, Inhaber der Lernwerkstatt Voigt, sicher. Auch Problemkinder haben Potenzial. „Dieses Potenzial ist verschenkt. Komplett.“ Er entwickelte eine Merkmethode, den Alphabet-Erinnerungs-Spaziergang (AES). Dabei werden die zu merkenden Begriffe mit Bildern verknüpft. Die AES-Methode war eine von neun Erfindungen aus Ostbrandenburg, die auf der Ideenschmiede in Frankfurt (Oder) vorgestellt wurden.

Beim Duschen Wasser sparen? Kein Problem mit der Wellness-Dusche von NOVOLED. Die Dusch-Ampel leuchtet beim Duschen die ersten drei Minuten grün, ehe sie auf orange und schließlich auf rot umschaltet – ein Warnsignal für zu langes Duschen und somit für Wasser- und Energieverschwendung. Vorgestellt wurde die Spar-Dusche von ihrem Erfinder Christoph Ruhnke, Geschäftsführer der RST Gesellschaft für Wasserspartechnik GmbH.

Was gibt es neues in der Region?

Wie sich eine Brennstoffzelle kostengünstiger herstellen lässt, daran forschen Pascal und Florian Berthold, Schüler am Gauß-Gymnasium sowie Niklas Kroh, Auszubildender am Leibnitz-Institut für innovative Mikroelektronik IHP. Mit ihrer Idee konnten sie bereits Erfolge beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ feiern. Das Publikum bewertete die vorgestellten Neuerungen über eine TED-Abstimmung.

Um solche Innovationen zu schaffen, gibt es Fördermöglichkeiten. Marcus Netzel von der EuroNorm GmbH stellte das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand vor (ZIM). Unternehmen können dort Fördermittel für die Entwicklung neuer Produkte beantragen ohne allzu großen Aufwand.

Seit vier Jahren lädt die IHK Ostbrandenburg Tüftler, Erfinder und Neugierige zur Ideenschmiede. Das Anliegen: „Was gibt es neues in Ostbrandenburg? Was wurde Neues entwickelt? Das wollen wir einem breiten Publikum vorstellen“, erklärt Jens Jankowsky, IHK-Referent für Innovation und Technik. Auch sollen bei der Ideenschmiede Unternehmer und Wissenschaftler zusammengebracht werden. Bei der jüngsten Ideenschmiede waren ebenfalls Studenten der Europa-Universität Viadrina aus Frankfurt (Oder) zu Gast.

Die nächste Ideenschmiede findet am Jahresende 2012 statt. Ansprechpartner ist IHK-Referent Jens Jankowsky, Telefon: 0335 5621 1302, E-Mail: jankowsky@ihk-ostbrandenburg.de.

Ideenschmiede
Pascal und Florian Berthold, Schüler am Carl Friedrich Gauß Gymnasium, und IHP-Azubi Niklas Kroh im Gespräch mit IHK-Referent Jens Jankowsky (v.l.).

alt IHK/ MAS

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.
Um einen neuen Kommentar zu schreiben, können Sie sich als registrierter Benutzer hier einloggen.
Falls Sie noch keinen Login haben, können Sie sich hier registrieren.
Als nicht registrierter Benutzer können Sie hier auch anonym einen Kommentar verfassen