28.11.2007
Freizeit: Unter 7000 Eichen

Kassel
Der weltbekannte Bergpark Wilhelmshöhe (hinten) ist an nebelfreieren Tagen weit sichtbar.  Foto: Th. Kunze

Beuys setzte auf „Verwaldung“. Ein Ausflug nach Kassel.

Die Lage ist malerisch: In einem weit ausgedehnten Talkessel befindet sich die weitläufige Flussniederung der Fulda. In diesem Kessel, zu beiden Seiten des Flusses, pulsiert die einzige Großstadt Nordhessens, eingerahmt von fünf Mittelgebirgen und einem Naturpark. Kassel, die historische Hauptstadt Hessens, hat viel zu bieten. Internationale Gäste schätzen vor allem den Bergpark Wilhelmshöhe mit den Kasseler Wasserspielen und die alle vier bis fünf Jahre stattfindende Kunstausstellung documenta.

Auch wenn die Stadt mit fast 200.000 Einwohnern auf den ersten Blick eher geschichtslos wirkt (das Zentrum ist im Zweiten Weltkrieg zerbombt worden; Reste historischer Bausubstanz mussten der typischen 1950er-Jahre-Architektur weichen); auch wenn dicht bebaute Stadtviertel wenig verführerisch wirken - es macht Freude, auf Entdeckungsreise zu gehen. Besonders einladend sind die Gärten und Parks Kassels.

Im Bergpark Wilhelmshöhe liegt das Schloss Wilhelmshöhe, bekannt für seine Antikensammlung und die Gemäldegalerie Alter Meister. Allein schon für die zwölf Originale der zentralen Künstlerpersönlichkeit des 17. Jahrhunderts, Rembrandt Harmensz. van Rijn, lohnt sich der Aufstieg.

In der unten liegenden Stadt beeindrucken die zahlreichen Eichen, die auf Initiative des Künstlers Joseph Beuys (Motto: „7.000 Eichen - Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“) seit den 80er Jahren das Stadtbild schmücken.

alt Thilo Kunze

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