Gemessen an der Bilanzsumme belegt die Sparkasse Oder-Spree unter den elf brandenburgischen Sparkassen den dritten Rang.
„Trotz schwieriger Rahmenbedingungen hat die Sparkasse Oder-Spree im vergangenen Jahr zufrieden stellende bis gute Ergebnisse erreicht“, sagte Vorstandsvorsitzender Paul Hünemörder auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt (Oder). Die Bilanzsumme lag am Jahresende bei 2,108 Milliarden Euro und damit 1,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Zuwachs wurde insbesondere durch gestiegene Kundeneinlagen im ersten Halbjahr erreicht. Im zweiten Halbjahr registrierte die Sparkasse Oder-Spree dagegen gestiegene Mittelabflüsse. „Wegen der Mehrwertsteuererhöhung haben viele Kunden Investitionen vorgezogen und sich Konsumwünsche schon eher erfüllt“, erklärte Paul Hünemörder.Kunden der Sparkasse Oder-Spree hatten dort im vergangenen Jahr rund 1,69 Milliarden Euro angelegt. Die Kundeneinlagen bilden mit 80,6 Prozent weiterhin die tragende Säule der Passivseite der Bilanz. Zum Jahresende lagen die Forderungen gegenüber Kunden bei 823 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte dieser Wert noch bei 848 Millionen Euro gelegen.
Wirtschaftlicher Aufschwung hat Brandenburg erreicht
„Im vergangenen Jahr hat der wirtschaftliche Aufschwung auch Ostbrandenburg erreicht“, sagte Hünemörder. Die Exportergebnisse der Unternehmen seien gewachsen und die Zahl der Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe in den vergangenen sechs Monaten jeweils gestiegen. Durch die Ansiedlung neuer Firmen in Frankfurt (Oder) entstehen für Dienstleister und Zulieferer neue wirtschaftliche Möglichkeiten. „Die Sparkasse Oder-Spree will auch weiterhin ein Motor des Mittelstandes sein“, versprach der Vorstandschef.
Im vergangenen Jahr lag der Bestand ausgereichter Kredite an Unternehmen und Selbstständige bei 386 Millionen Euro. Für rund 24 Millionen Euro wurden neue Kredite vergeben. Damit wurde das Vorjahresergebnis erneut erreicht. Die Sparkasse Oder-Spree hat im vergangenen Jahr 30 Existenzgründer mit einem Investitionsvolumen von 934.000 begleitet. Auch in diesem Jahr rechnet die Sparkasse Oder-Spree mit einer weiteren Belebung der Wirtschaft in der Region. Insbesondere die Ansiedlung der neuen Firmen in Frankfurt werden nach Ansicht von Paul Hünemörder der Stadt und dem Umland wichtige Impulse bringen. Unklar ist aus seiner Sicht noch, wie sich die gestiegene Mehrwertsteuerer und die Halbierung des Sparerfreibetrages auf das Kaufverhalten der Sparkassenkunden auswirken.
540.000 Euro für kulturelle, soziale und sportliche Projekte gespendet
Mit 517 Mitarbeitern gehört die Sparkasse Oder-Spree zu den größten Arbeitgebern der Region. 43 junge Menschen werden zurzeit zum Bankkaufmann ausgebildet. Die Ausbildungsquote beträgt 8,3 Prozent. Die Sparkasse unterstützte im vergangenen Jahr auch zahlreiche kulturelle, soziale und sportliche Aktivitäten in der Region. Rund 540.000 Euro wurden dafür zur Verfügung gestellt.
Die Sparkasse Oder-Spree führt rund 145.000 Privat- und 10.000 Geschäftsgirokonten. Sie verfügt in der Stadt Frankfurt (Oder) und dem Landkreis Oder-Spree über 28 Geschäftsstellen und 12 Selbstbedienungseinrichtungen mit insgesamt 63 Geldautomaten und 61 Kontoauszugsdruckern. Außerdem betreibt sie eine Internetfiliale. Über 28.000 Kunden nutzen bereits das Online-Angebot. Rund 1,7 Millionen Transaktionen wurden im vergangenen Jahr bei der Sparkasse Oder-Spree per Online-Banking erledigt.
Wilko Döll

