02.04.2008
Blickpunkt: Studium neben dem Beruf – auch ohne Abitur

Verabschiedung VWA,, Katrin Krenz
Erbrachte Spitzenleistungen: Katrin Krenz.  Foto: S. Hölscher

Freude über das Diplomzeugnis: 66 Absolventen haben ihr VWA-Studium erfolgreich beendet.

Sechs Semester haben sie studiert – und das neben dem Beruf. Nun haben es die 66 Absolventen der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Ostbrandenburg geschafft. Sie haben ihr Diplom in der Tasche – ein Grund zum Feiern. „Wer beruflich weiterkommen will, muss sich heute besser aus- und weiterbilden“, erklärte Bernd Eberhardt, Geschäftsführer der VWA Ostbrandenburg, bei der feierlichen Diplomübergabe. „Die Absolventen haben in den vergangenen drei Jahren gezeigt, dass sie belastbar und persönlich engagiert sind“, lobte Eberhardt die Absolventen, von denen 18 in Frankfurt (Oder) und 48 in Eberswalde studiert haben.

„Ein Unternehmen muss seine eigene Effizienz und seine Wettbewerbsfähigkeit ständig auf den Prüfstand stellen“, sagte Hans Hellmuth, Vorstandsmitglied der EO.N edis AG. Und dafür brauche jedes Unternehmen Mitarbeiter, die über betriebswirtschaftliches Verständnis verfügen, erklärte Hellmuth im Rahmen seines Grußwortes. In der heutigen Zeit sei es unbedingt notwendig, wettbewerbsfähig zu sein. Mit dem Abschluss des VWA-Studiums hätten die Absolventen gezeigt, dass sie bereit sind, sich weiterzuentwickeln, so der Vertreter von EO.N edis. „Damit werden sie zu wertvollen Mitarbeitern eines Unternehmens.“

Studium vermittelt das richtige Handwerkszeug

Alfred Kötzle, Studienleiter der VWA Ostbrandenburg und Vizepräsident der Europa-Universität Viadrina, bescheinigte den 66 frischgebackenen Betriebswirten und Verwaltungs-Betriebswirten ein außerordentliches Maß an Disziplin. „Ein VWA-Studium ist eine Basis für die berufliche Entwicklung“, bestätigte er. Mit diesem Abschluss sollten die Absolventen dem wachsenden Druck auf dem Arbeitsmarkt standhalten können, ist sich Kötzle sicher. Auch Ingo Oelschläger, Dozent der VWA Ostbrandenburg in Eberswalde, ist überzeugt, dass die Absolventen im Studium das richtige Handwerkszeug bekommen haben – nun müssten sie es ihrer beruflichen Zukunft nur noch anwenden.

Nach drei Jahren Studium neben dem Beruf haben die 66 Absolventen es nun hinter sich: Die Diplomzeugnisse wurden ihnen von Gundolf Schülke, Vorstandsvorsitzender der VWA und Hauptgeschäftsführer der IHK Ostbrandenburg, Hans Hellmuth, Alfred Kötzle, Ingo Oelschläger und Bernd Eberhardt übergeben. Jahrgangsbeste ist Katrin Krenz mit der Spitzennote 1,13 aus Fürstenwalde, Mitarbeiterin der Volks- und Raiffeisenbank. Weitere herausragende Prüfungsergebnisse erreichten Ivonne Kühl (1,33) aus Angermünde, Jana Pierau (1,36) aus Schwedt (Oder), Daniela Gaedeke (1,41) aus Eberswalde-Finow, Verona Bähring (1,54) aus Bernau sowie Nicole Wollburg (1,60) aus Küstriner Vorland.„Die Studienergebnisse der diesjährigen Absolventen sind wirklich außerordentlich gut“, betonte Gundolf Schülke nach der Übergabe der Diplomzeugnisse.

Das Studium an der VWA Ostbrandenburg

Seit Eröffnung der Akademie im März 1995 haben insgesamt 1.152 Absolventen der beiden Studienorte Frankfurt (Oder) und Eberswalde ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Das VWA-Studium richtet sich an Fach- und Führungskräfte in der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung, die durch das Studium auf höherwertige Tätigkeiten vorbereitet werden sollen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermittlung von Kenntnissen in den Gebieten Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie des Öffentlichen und Privaten Rechts.

Das berufsbegleitende Abendstudium dauert sechs Semester und findet an zwei bis drei Abenden in der Woche statt. Hauptsächlich werden die Studieninhalte durch Hochschuldozenten vermittelt. Hervorragende Praktiker sichern einen engen Praxisbezug ab. Zulassungsvoraussetzung ist eine abgeschlossene Erstausbildung und Berufspraxis, nicht jedoch das Abitur. Die VWA arbeitet eng mit der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), der Fachhochschule und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostbrandenburg zusammen.
 Verabschiedung VWA, Hans Hellmuth
Hans Hellmuth von der EO.N edis AG.  Foto: S. Hölscher

alt Sandra Hölscher

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