Christian Ramm, Leiter der Agentur für Arbeit Eberswalde. Foto: Th. Kunze
Netzwerk versteht sich als kompetenter Dienstleister und Ansprechpartner für die Arbeitgeber der Region.
Das Netzwerk Fachkräftesicherung Uckermark vereint alle Akteure, die sich am regionalen Arbeitsmarkt für die Entwicklung und Zukunft des Wirtschaftsstandortes Uckermark engagieren und sich mittel- und langfristig mit der Fachkräfteproblematik beschäftigen. „Unser Anliegen ist es, alle Kräfte zu bündeln, die sich mit der Entwicklung des Arbeitsmarktes und der Region befassen. Im bundes- und europaweiten Wettbewerb der Regionen um die besten Fachkräfte zu bestehen, ist keine leichte Aufgabe und wir wollen deshalb als Dienstleister für die Unternehmen unser ganzes Wissen und Können gemeinsam einbringen“, erklärt Christian Ramm, Leiter der Agentur für Arbeit Eberswalde, die mit zu den Netzwerkgründern gehört.Ein Ausgangspunkt für die Gründung des Netzwerkes ist die demografische Entwicklung mit ihren bekannten Folgen. So wird sich die Zahl der Schulabgänger in der Region Barnim-Uckermark, verglichen mit dem Jahr 1990, von rund 4.000 bis zum Jahr 2010 auf knapp 2.500 verringert haben. Schon heute wird seitens der Arbeitgeber darüber geklagt, dass ein nicht unerheblicher Teil der Jugendlichen weder den praktischen noch den theoretischen Anforderungen einer Ausbildung ausreichend gerecht werden könne. Andererseits verlassen Schüler mit gutem und sehr gutem Abschluss häufig die Region, weil sie sich anderswo bessere Entwicklungsmöglichkeiten versprechen. Parallel dazu gibt es ältere Arbeitnehmer, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, aber nicht über die notwendigen Qualifikationen verfügen.
„Das Netzwerk wird gemeinsam mit den Unternehmern der Region Arbeitsmarkttendenzen analysieren und die Ausbildung und Qualifizierung von Fachkräften langfristig planen und unterstützen. Die Unternehmen informieren uns über ihren Bedarf an Fachkräften und alle Netzwerkpartner setzen sich gemeinsam dafür ein, dass diese Fachkräfte mit der entsprechenden Qualifikation zur Verfügung stehen können“, beschreibt Uckermark-Landrat Klemens Schmitz die anspruchsvolle Aufgabe des neu gegründeten Netzwerkes.
Das Netzwerk versteht sich als kompetenter Dienstleister und Ansprechpartner für die Arbeitgeber der Region, um diese gezielt bei ihrer Personalplanung zu unterstützen. Die Koordinierung der Arbeit des Netzwerkes läuft über die Agentur für Arbeit Eberswalde. Ansprechpartner ist Sylvio Kelm. Mitglieder des neu gegründeten Netzwerkes sind: der Landkreis Uckermark, die Agentur für Arbeit Eberswalde, die Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg, die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) Region Ostbrandenburg, die Fachhochschule Eberswalde, die Landesagentur für Struktur und Arbeit (LASA), die Städte Prenzlau und Schwedt, der DGB sowie die ZukunftsAgentur Brandenburg, RegionalCenter Eberswalde.
Die Gründung des Barnimer Netzwerkes Fachkräftesicherung fand am 21. August 2007 statt. Alle überregional tätigen Netzwerkpartner arbeiten nun auch im Netzwerk Fachkräftesicherung Uckermark mit.
Agentur für Arbeit Eberswalde

